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Nachfolge

Neuer Migros-Handelschef: Das sind die vier Favoriten

Der Handel ist das Prestige-Departement der Migros: 7 Milliarden Franken Umsatz werden hier generiert. Nun wird ein Nachfolger für Handelschef Berninghaus gesucht. Chancen hat auch ein Aussenseiter.

Philipp Albrecht

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Die Favoriten: Beat Zahnd, Fabrice Zumbrunnen, Mario Irminger und Markus Laenzlinger (v.l.). RMS

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Das Departement VI der Migros ist mehr, als der trockene Name vermuten lässt. Es geht um den Bereich Handel. Hier sind die Kanäle untergebracht, die viele Konsumenten nicht mit dem Grossverteiler in Verbindung bringen. Darunter Denner, Digitec Galaxus, Interio oder Globus. Die 14 Firmen sorgen für über sieben Milliarden Franken Umsatz – ein Viertel der gesamten Migros-Gruppe.
Jetzt braucht die Sparte einen neuen Chef. Der Deutsche Dieter Berninghaus leitete sie seit 2008. Vor drei Wochen hat er gekündigt – in der zweiten Jahreshälfte wird er die Migros verlassen. Sein Nachfolger wird von Migros-Chef Herbert Bolliger bestimmt.

Mario Irminger mit guten Chancen

Erste Namen für die Nachfolge machen bereits die Runde. Am meisten wird Denner-CEO Mario Irminger genannt. Die 2007 übernommene Discount-Tochter bringt mit Abstand am meisten Umsatz in die Handelssparte. Letztes Jahr waren es 2,9 Milliarden. Im garstigen Umfeld von Einkaufstourismus und Preiskrieg konnte Irminger seit 2011 den Umsatz um fünf Prozent steigern und das Filialnetz von 760 auf 800 erhöhen.
Der 51-Jährige ist ambitioniert und experimentierfreudig. Sein grösster Coup war der Parallelimport von Coca-Cola aus Tschechien. Irminger wurde in der Presse gefeiert, und der Druck wirkte. Coca-Cola Schweiz senkte die Preise.

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Doch nicht immer handelte Irminger im Sinn des Mutterhauses. Dass er Denner vom Discounter zum Supermarkt wandeln will, ist umstritten. Mehr als ein Denner-Manager musste in den letzten Jahren das Pult räumen. Harmonie ist nicht Irmingers Ding.

Konkurrenten lauern

Darum könnte ihm der Job von Personalchef Fabrice Zumbrunnen (46) oder Migros-Aare-Chef Beat Zahnd (57) streitig gemacht werden. Beiden werden aber auch Ambitionen für Bolligers Nachfolge Ende nächsten Jahres nachgesagt.
Im Migros-Umfeld wird neuerdings Migrolino-Chef Markus Laenzlinger genannt. Der 56-Jährige führt die Firma seit der Gründung 2009 und baute in schwindelerregendem Tempo aus. Die Anzahl Standorte wuchs in nur sechs Jahren von 4 auf 288. 2014 stieg der Umsatz um 15, letztes Jahr um 10 Prozent auf heute 382 Millionen. Damit hat Laenzlinger Interio und Office World locker hinter sich gelassen.
Noch rund ein Jahr dauert es, bis Herbert Bolligers Nachfolger als Migros-CEO gewählt wird. Das sind die möglichen Kandidaten:
Noch rund ein Jahr dauert es, bis Herbert Bolligers Nachfolger als Migros-CEO gewählt wird. Doch das Kandidatenkarussell dreht bereits. Das sind die Kandidaten:
Der Umtriebige: Jörg Blunschi wagt mit Tegut ein riskantes Deutschland-Abenteuer und pusht mit Alnatura erfolgreich den Bio-Marktanteil nach oben.
Der Motivator: Beat Zahnd hält die grösste Migros-Genossenschaft auf Erfolgskurs und verliert nie den Kontakt zu seinen Angestellten.
Der Externe: Urs Riedener verlor 2005 gegen Herbert Bolliger und brachte in der Zwischenzeit den Milchverarbeiter Emmi wieder auf die Erfolgsspur.
Der Zuversichtliche: Felix Meyer dient der Migros schon seit 26 Jahren in Führungspositionen und reitet in Luzern seit 2012 auf einer Erfolgswelle.
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Der Aussenseiter: Otmar Hofer führt erfolgreich die Convenience-Food-Tochter Bischofszell Nahrungsmittel, ist bestens vernetzt und gilt als dynamisch und innovativ. Bilder: Keystone/Nadia Schärli/Neue LZ/ Severin Nowacki/ Nana do Carma/ Emanuel Per Freudiger
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Noch rund ein Jahr dauert es, bis Herbert Bolligers Nachfolger als Migros-CEO gewählt wird. Doch das Kandidatenkarussell dreht bereits. Das sind die Kandidaten: RMS

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