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Frauenmandate

Neue Regeln für Berater sollen Frauenanteil erhöhen

Verhaltensregeln für Personalberater ­sollen den Frauenanteil in Verwaltungsräten erhöhen. Die Branche ist skeptisch.

Maren Meyer

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Frauen im Team: Neue Regeln für Personalberater. Pixabay RMS

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Seit Jahren tun sich Schweizer Unternehmen schwer, den Frauenanteil in Führungspositionen und Verwaltungsräten zu erhöhen. Immerhin lässt sich auf VR-Level in den vergangenen sechs Jahren eine leichte Steigerung des Frauenanteils von 10 auf 16 Prozent ausmachen.
Doch das reicht noch lange nicht, findet der Schweizerische Arbeitgeberverband und nimmt nun die Personalberater in die Pflicht: Ein «Code of Conduct» soll Headhunter dazu verpflichten, ihre Kunden vermehrt auf Vorteile der Gender Diversity hinzuweisen und mindestens eine Frau auf der Shortlist zu präsentieren.

Nicht die Lösung des Problems

Ein Blick in Schweizer Beraterbüros zeigt, dass viele seit längerem gut aufgestellt sind. Die Initiative sei ein guter Vorstoss, aber nicht die Lösung des Problems: «Es liegt in erster Linie an den Unternehmen, die Frauen zu fördern, nicht nur an uns», sagt Philippe Hertig von Egon Zehnder.
Das international tätige Unternehmen hat den Verhaltenskodex schon vor über einem Jahr eingeführt. Dass nun unter den Beratern ein Gerangel um die besten weiblichen Kandidaten ausbricht, glaubt Hertig nicht. «Die wirklich guten Kandidatinnen in der Schweiz haben mit Sicherheit schon ein VR-Mandat, und für unsere Suchen schauen wir uns immer auch international um.»

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Mehr Wettbewerb unter den Headhuntern könne nicht schaden, findet Guido Schilling: «Er macht die Besten noch besser.» Der Berater setzt sich seit Jahren für Frauen in Führungspositionen ein: «Seit zehn Jahren beschäftigen wir eine Person, die sich ausschliesslich um die Suche nach weiblichen Kandidaten kümmert.» Oft liege es an den Unternehmen, ihr Anforderungsprofil zu vergrössern, um überhaupt Kandidatinnen präsentiert zu bekommen.

Konstruktiver Ansatz

Als einen konstruktiven Ansatz bezeichnet Philippe Tschannen die Initiative. «Aber allein mit der Erhöhung des Anteils der weiblichen VR-Mitglieder ist noch nicht viel gewonnen.» Der Partner von Heidrick & Struggles erlebt, dass Unternehmen immer öfter eine Auswahl an Kandidatinnen und Kandidaten vorschreiben. Eine gute Entwicklung, denn der Aufholbedarf auf Topmanagement-Ebenen sei viel grösser.
Tschannen sieht die Verantwortung bei den Unternehmen: «Wenn sich der Anteil an Frauen in C-Level-Positionen erhöht, wirkt sich das automatisch positiv auf die Diversität in den Verwaltungsräten aus.»
Wo in Firmen und in welchen Branchen die meisten Frauen anzutreffen sind, sehen Sie in der Bildergalerie:
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Wo in Firmen die meisten Frauen anzutreffen sind:Damit Frauen in die Chefetagen aufsteigen können, braucht es einen Talentpool. Wie gross dieser ist, untersucht der aktuelle Schilling-Report. Die Branchen im Überblick: Immobilienfirmen weisen den höchsten Frauenanteil von allen Schweizer Unternehmen in der Belegschaft auf (45 Prozent). Weibliche CEOs gibt es aber keine in der Branche. RMS

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