«Umfeld hat sich deutlich verschlechtert»
Selbst ohne die zahlreichen Sonderfaktoren fiel der Abschluss deutlich unter den Analystenerwartungen aus. «Das Umfeld hat sich im vierten Quartal 2015 deutlich verschlechtert, und es ist nicht abschätzbar, wann sich einige der aktuellen negativen Trends, welche die Finanzmärkte und die Weltwirtschaft beeinflussen, abschwächen werden», erklärte Thiam. Die Bank hält mit einer
Beschleunigung des Sparprogramms dagegen. «Wir haben Massnahmen ermittelt und umgesetzt, die eine dauerhafte Senkung unserer Fixkostenbasis ermöglichen und zu Kosteneinsparungen von 500 Millionen Franken führen.» Bis Ende Januar habe die Credit Suisse die Kosten um 1,2 Milliarden Franken gedrückt und damit bereits ein Drittel des bis Ende 2018 angepeilten Ziels von 3,5 Milliarden Franken erreicht. Dabei sollen 4000 Stellen von Mitarbeitenden, Auftragnehmern und Beratern wegfallen.
Eine schnelle Besserung des Umfelds erwartet Credit Suisse nicht. Auch im Januar 2016 seien die Marktbedingungen schwierig gewesen und im restlichen Verlauf des Quartals dürften die Märkte angesichts der anhaltenden makroökonomischen Probleme volatil bleiben, warnte Thiam. Trotzdem sieht der Ivorer keinen Grund, seine neuen Vorgaben zu kassieren. «In den nächsten 35 Monaten werden wir unsere Strategie weiter diszipliniert umsetzen, um unsere angestrebten Ziele bis Dezember 2018 zu erreichen.»