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Marken-Studie: Airlines sinken immer weiter ab

Die Swiss als Marke wirkt nicht positiver als die Swiss-air nach dem Grounding. EasyJet profitiert.

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Ein klares Bild: Billigflieger EasyJet legt auf Kosten der etablierte Airlines zu. RMS

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Die etablierten Airlines geben an die Billigflieger eines ihrer wichtigsten Aktiva ab: den Markenwert. Das zeigt eine Untersuchung, welche die Werbeagentur Advico Young & Rubicam (AYR) unter 1500 Schweizer Konsumenten durchgefΓΌhrt hat. Β«Die Branche definiert sich neu, auch in den KΓΆpfen der VerbraucherΒ», sagt Sonja HΓΌrlimann, Projektleiterin der Studie bei AY&R Schweiz. Im Vergleich zur selben Untersuchung vor drei Jahren haben fast alle etablierten Airlines an MarkenvitalitΓ€t verloren. Sie unterscheiden sich kaum mehr voneinander und haben fΓΌr den Konsumenten weniger Bedeutung (siehe Β«Billig-Airlines starten durchΒ»). Zudem sind die meisten Airlines bei den Konsumenten weniger angesehen als frΓΌher. Dramatisch ist der Niedergang bei den nicht mehr existierenden Schweizer Carriern Swissair und Crossair. Ihr Nachfolger Swiss hat sich als Marke etabliert, wird aber trotz gewaltigem Marketingaufwand nicht positiver wahrgenommen als die Swissair nach dem Grounding. Die unklare Positionierung der Swiss dΓΌrfte der Hauptgrund sein.
Ganz anders die Billig-Airlines. Den Konsumenten ist bewusst, dass es weder Essen noch feste Platzzuweisung gibt, dafΓΌr die Preise gΓΌnstig sind. So differenzieren sich die Herausforderer von der alteingesessenen Konkurrenz: Ryanair ist im Markenrating hoch eingestiegen; EasyJet, der MarktfΓΌhrer unter den Billig-Airlines, hat bei den Passagieren an WertschΓ€tzung und Vertrautheit zugelegt. Als Marke ist EasyJet heute erfolgreicher als die Swiss.

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