Im Werben um eine Übernahme von Syngenta stösst der US-Saatgutkonzern Monsanto bei den Aktionären des Schweizer Unternehmens auf offene Ohren. Monsanto hat zuletzt «sehr konstruktive» Gespräche mit wichtigen Aktionären des Basler Konkurrenten Syngenta geführt. Der amerikanische Saatguthersteller will Syngenta schlucken, dessen
Verwaltungsrat wehrt sich jedoch gegen die «unerbetene» Offerte. «Wir erfahren sehr viel Interesse und Begeisterung», erklärte Monsanto-Chef Hugh Grant in einem am Dienstag publizierten Interview mit der Zeitung «Le Temps».
Grant wiederholte seine bereits vor dem Wochenende gegenüber der «Financial Times» getätigten Aussagen. So seien die vom Syngenta-VR hervorgehobenen regulatorischen Risiken seiner Ansicht nach übertrieben. In Europa werde das Hauptproblem dadurch gelöst, indem man das Saatgut-Geschäft von Syngenta verkaufe.