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Start-up

iSleep: Hotel mobil

Mit fix und fertig montierten Modulen will der Schweizer Winston Barnaby Theler die Hotelszene revolutionieren.

Walter Pellinghausen

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SchlΓΌsselfertige Herberge aus Einzelmodulen: Modell des iSleep-Hotels. RMS

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Mit seinem Vater Juan Ramon Theler (1932–2011) brachte Winston Barnaby Theler (36) in den Savannen Afrikas so manches Grosswild zur Strecke. Auf der Jagd streift der Junior nun wieder durch den Schwarzen Kontinent. Der Enkel des legendΓ€ren Nationale-Suisse-Versicherungstycoons Hans Theler und Neffe des VR-EhrenprΓ€sidenten RenΓ© Theler (78) reist durch die rohstoffreichen Reservate in MoΓ§ambique in Ostafrika. Als Investor sucht er dort Standorte fΓΌr sein Start-up, nΓ€mlich mobile Hotels mit dem eingΓ€ngigen Namen iSleep.
Mit Gattin Benedicta Theler grΓΌndete Theler die Firma Best Rest Hotels, die als Dach fΓΌr eine Expansion der kΓΌnftigen iSleep-Kette dienen soll. International besitzt der Γ–konom Patente fΓΌr sein simpel wirkendes Herbergskonzept. Nasszellen und Wohnelemente lΓ€sst er komplett in einer Werkstatt in Spanien fabrizieren, die Module zur Endmontage dann schlΓΌsselfertig per Schiff und Lastwagen zur Baustelle liefern.
In Saragossa hat Theler, quasi als Pilotprojekt, ein erstes solches iSleep-Hotel mit 48 Zimmern zusammenstecken lassen. Wer nun aber dessen Website anwΓ€hlt, stΓΆsst auf den Hinweis: Β«Gone to Pemba, Mozambique …» Das wohl wirklich erste Wanderhotel der Welt zog laut Theler Β«an einen besseren PlatzΒ», eben nach Ostafrika.

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Die MobilitΓ€t seiner patentierten Hotelanlage preist Theler als einen Trumpf: Stellt sich ein Standort als nicht ideal heraus, lΓ€sst er sein Hotel ruck, zuck zerlegen und an einen anderen Standort karren. In MoΓ§ambique wΓ€hnt sich der Junghotelier aber am optimalen Standort. Der Region prophezeit er grosses Potenzial – auch dank deren riesigen Rohstoffreserven. Unter der ErdoberflΓ€che rund um die Peninsula Pemba und vor der ganzen KΓΌste MoΓ§ambiques orten Geologen riesige ErdΓΆl- und Gasreserven. Da werden mittelfristig gegen 10 000 Mitarbeitende auf Γ–l- und Gasfeldern arbeiten. Nach Feierabend werden sie bequeme SchlafplΓ€tze suchen. Hotelier Theler scheint vorbereitet zu sein. In Nordspanien hat er bereits weitere Module fΓΌr seine iSleep-Anlage in Auftrag gegeben.

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