Die Zementkonzerne Holcim und Lafarge haben ihre auf der Kippe stehende Megafusion gerettet. In tagelangen Verhandlungen setzte Holcim Nachbesserungen beim Preis und einen neuen Konzernchef durch. Verschiedene bedeutende Aktionäre der beiden Unternehmen hätten der neuen Vereinbarung ihre Unterstützung zugesagt, teilte Holcim am Freitag mit. Damit stehen die Vorzeichen gut, dass der Deal bei den Aktionärsversammlungen der beiden Konzerne abgesegnet wird. Die Transaktion - der grösste Zusammenschluss in der Geschichte der Branche - soll im Juli 2015 abgeschlossen vollzogen werden.
Nachdem der im April vorigen Jahres eingefädelte Deal über Monate unbestritten schien, trat die Schweizer Seite am vergangenen Sonntag auf die Bremse. Holcim forderte angesichts des zuletzt besseren Geschäfts Nachbesserungen beim Preis und stellte sich Insidern zufolge wegen seines Führungsstils gegen
Lafarge-Lenker Bruno Lafont als Chef des fusionierten Konzerns. Die Franzosen hatten sich zuerst kategorisch gegen Änderungen beim Chefposten gewehrt, der Druck der eigenen Großaktionäre leitete dann aber Insidern zufolge ein Umdenken ein.