Wie das Ganze herauskam? Burson-Marsteller sprach per Mail einen einflussreichen US-Blogger an und bot ihm an, als Ghostwriter für einen Hetztext gegen Google zu agieren und dabei zu helfen, seinen Artikel in grossen US-Medien wie etwa der "Huffington Post" zu verbreiten.
In der E-Mail, die den Blogger zu einem Artikel bewegen sollte, geht es um den Vorwurf, dass Google persönliche Informationen von Millionen Nutzern ohne deren Zustimmung sammle, speichere und auswerte. Stein des Anstosses ist dabei offenbar eine im Januar vorgestellte Funktion, die auch das Netz-Umfeld eines Nutzers ("Social Circle") von Google-Diensten abbildet. Damit schoss dich die Agentur ins eigene Bein: Der Blogger veröffentlichte den Mail-Verkehr und macht so die Praktiken der Agentur öffentlich.
Der Facebook-Sprecher erklärte gegenüber „The daily beast“, die Aktion habe man lanciert, um auf generelle Datenschutzbedenken gegenüber Google im Bereich sozialer Netzwerke aufmerksam zu machen.