Zwei Risikokapitalisten über die Chancen von Futurae
Andreas Göldi, Btov Partners: «Etwas vom Überzeugendsten»
«Die Menschen sind momentan beunruhigt bei den Themen Sicherheit und Privacy, das Timing ist also sehr gut für Futurae. Ihr Produkt ist sehr spannend und vielseitig, und die Idee ist einzigartig, mit Handy und gleichzeitig dem PC die Umgebungsgeräusche aufzunehmen und so den Benutzer zu identifizieren. Dass Futurae dafür jedoch noch keinen Patentschutz beantragt hat, halte ich für bedenklich – das sollte man noch mal überdenken, besonders für den US-Markt. Beeindruckt hat mich das Team: Es hat ein sehr breites Verständnis vom Geschäft und ist auch technisch hervorragend aufgestellt. Weiterhin so hoch qualifizierte Angestellte zu finden, wird aber nicht einfach sein und vor allem in der Schweiz nicht billig! Bis jetzt fokussiert sich die Firma einerseits auf grosse Firmenkunden wie Banken und Versicherungen, die sie individuell berät, und andererseits auf Start-ups, an die man kostengünstig online verkauft. Die Skalierungsmöglichkeiten sind gross. Weil Futurae ihr Logo in alle Lösungen integriert, steht eines Tages wohl auch der Privatkundenmarkt offen. Insgesamt bin ich sehr positiv für die Firma. Futurae ist etwas vom Überzeugendsten, was ich die letzten Monate gesehen habe.» Dominique Mégret, Swisscom Ventures: «Konkurrenz ist sehr gross»
«Ich kenne Futurae schon seit der Entstehung an der ETH. Es ist schön zu sehen, wie sich die Firma seither weiterentwickelt hat. Ihre Lösung ist kontextbasiert, sehr sicher und benötigt keine eigene Hardware und kein aktives Wirken des Users, das ist sehr elegant. Die Kundenliste ist bereits recht eindrücklich, die Lösung wird also Realität im Markt. Jetzt muss die Firma beweisen, dass sie auch skalieren kann, und zwar schnell genug. Denn die Konkurrenz ist sehr gross, Sicherheitslösungen gibt es viele, da muss Futurae erst mal die Platzhirsche verdrängen. Dafür ist der Markt mit 20 Milliarden Franken auch ansprechend gross und bietet Platz für disruptive Lösungen, gerade bei Fintechs. Das Team ist noch jung, aber technologisch stark. Als Herausforderung sehe ich besonders die langen Verkaufszyklen von 12 bis 24 Monaten, gerade bei Banken. Deshalb braucht Futurae zusätzliche Manpower und vor allem erfahrene Business Developer. Mit dem richtigen Team und der Unterstützung der richtigen Investoren hat das Start-up eine gute Chance, einen Teil dieses sehr wichtigen Marktes zu erobern.»