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Das bieten Online-Shops in der Schweiz

Kleider, Schuhe, Elektronik – das sind die Artikel, die Schweizer am liebsten Online kaufen. Doch wie sind die Versand- und Rückgabebedingungen von Zalando und Co. für Schweizer Nutzer? Ein Vergleich.

Karen Merkel-Gyger

Das bieten Online-Shops in der Schweiz: Der vergleichsweise kleine Anbieter PKZ hat sich gut im Schweizer Markt durchgesetzt, sagen Experten. Und das, obwohl er Gebühren auf Rücksendungen verlangt. In den Filialen kann die Ware aber gratis abgeben werden. Das Rückgaberecht läuft 21 Tage. Die Lieferung der Ware ist kostenfrei, allerdings muss sich der Nutzer dafür registrieren. Ohne Kundenprofil bei PKZ werden 7.85 Franken pro Bestellung fällig.
Bei Zara ist die gesamte Kollektion per Online-Bestellung zu haben – vorausgesetzt, der Nutzer spricht Englisch. Eine deutsche Version gibt es nämlich nicht. Die Lieferung ist bei Zara nur in eine Filiale gratis, Standardversand nach Hause kostet 7.95 Franken, Express 17.95 Franken. Die Rückgabe ist dafür kostenfrei, innert einem Monat nach Eingang der Bestätigungsmail, mit der der Versand angekündigt wird.
Der Start von Zalando in der Schweiz hat den Online-Handel hierzulande vorangebracht. Von den Bedingungen her ist der Anbieter für den Kunden günstig und unkompliziert: Gratis Lieferung, Gratis Rückversand, 30 Tage Rückgaberecht.
Anders bei H&M: Der schwedische Riese hat zwar einen Webauftritt für die Schweiz, auf dem die Preise auch in Franken ausgezeichnet sind. Bestellen ist online aber nicht möglich.
Digitec gilt als Marktführer im Schweizer Online-Handel. Die Lieferung ist gratis. Nur bei der Rückgabe wird es kompliziert: Maximal 14 Tage gewährt der Anbieter, und auch dann nur unter Bedingungen. Ist die Originalverpackung geöffnet, zieht Digitec 10 Prozent von der erstatteten Summe ab. Unterwäsche und geöffnete Software ist zum Beispiel von der Rückgabe ausgeschlossen.
Das Amazon noch keinen Schweizer Auftritt hat, wurde vielfach kritisiert. Auch wenn der Online-Händler mittlerweile viele Produkte in die Schweiz liefert – bei Partnern von Amazon zum Beispiel kann das bereits wieder ganz anders aussehen. Screenshots Online-Auftritte der Hersteller
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Kleider, Schuhe, Elektronik – das sind die Artikel, die Schweizer am liebsten Online kaufen. Hier ist im Markt noch viel Potenzial: Bis zu 27 Prozent Wachstum erwartet die Credit Suisse bis 2020, wie sie kürzlich in ihrem Branchenmonitor berechnete. Diese Erwartung liegt auch darin begründet, dass im internationalen Vergleich schon überdurchschnittlich viele Schweizer per Smartphone mobil sind, rund 69 Prozent der Bevölkerung. Damit sind sie die idealen Kandidaten für den Kauf per Mausklick.

Dennoch hat die Schweiz noch aufzuholen: Während der führende Anbieter Zalando punktet, fallen andere Grosskonzerne wie H&M oder Zara ab. H&M bietet hierzulande noch gar keinen Interneteinkauf, Zara macht es den Schweizer Kunden schwer. Anders einige Schweizer Anbieter, zum Beispiel PKZ. «Zalando ist mit Abstand der stärkste Player beim Online-Verkauf von Bekleidung im Schweizer Markt. Aber auch PKZ ist gut aufgestellt und hat ein erfolgreiches Konzept», Patricia Feubli, Ökonomin bei der Credit Suisse. «Auch die klassischen Versandhändler wie Ackermann oder La Redoute spielen eine Rolle.»

Bestellung und Rückgabe unterschiedlich geregelt

Eines ist für die Kunden allerdings ärgerlich: Bestellung und Rückgabe ist bei jedem Anbieter anders geregelt. Darum ist für den Nutzer wichtig, das Kleingedruckte gut zu lesen, sagt Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz. Sonst kann es schnell passieren, dass eine vermeintliche Gratis-Rückgabe teuer wird.

Einen Überblick über die Vorzüge und Nachteile von Zara, Zalando und Co. bietet die Bildergalerie oben.

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