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Schröpfkultur

CS-Chef Dougan: Trotz Abstriche gleicher Lohn

Wegen dem Debakel im US-Steuerstreit musste die Credit-Suisse-Spitze 2014 Einstriche beim Lohn hinnehmen. CS-Chef Brady Dougan verdient trotzdem quasi gleich viel.

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So viel verdienen die Schweizer Topmanager 2014: Steven Newman verdient sich als Lenker des Erdölservicekonzerns Transocean eine goldene Nase. Für das Jahr 2014 nimmt er 14,2 Millionen Franken nach Hause. Im Vorjahr verdiente Newman mit 13,9 Millionen Franken leicht weniger.RMS

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CS-Chef Brady Dougan hat im vergangenen Jahr trotz teilweisem Verzicht annähernd gleich viel verdient wie im Vorjahr. Insgesamt erhielt er 9,7 Millionen Franken, nach 9,8 Millionen im Vorjahr. Ohne den freiwilligen Verzicht auf einen Teil der variablen Vergütung als Folge der Belastung durch die Einigung im US-Steuerstreit wäre die Entschädigung von Dougan damit trotz Gewinnrückgang wohl deutlich angestiegen.

Das Grundsalär von Dougan betrug 2014 unverändert 2,5 Millionen. Innerhalb der variablen Vergütung fiel der Wert der LTI-Ansprüche mit 3,05 Millionen rund 0,4 Millionen tiefer als im Vorjahr aus. Hier schlug sich der freiwillige Verzicht nieder. Ebenfalls geringer ist der Wert der STI-Ansprüche. Der Rückgang um rund 0,5 Millionen auf 2,3 Millionen ist indes im tieferen anwendbaren Kurs der CS-Aktie begründet. Deutlich höher lag 2014 dagegen die frei verfügbare Barvergütung. Dies nahm um über 0,8 Millionen auf 1,5 Mio zu.

Solide Finanzlage, solides Gehalt

Der Verwaltungsrat begründet die Vergütung des CEOs mit der soliden Finanzlage der Gruppe. Dabei wird insbesondere das strategische Geschäft betrachtet. Hier habe die Bank unter Ausklammerung der refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von 12,4 Prozent erreicht. Die ausgewiesene, den Aktionären zurechenbare Eigenkapitalrendite betrug dagegen nur 4,4 Prozent.

Der Vergütungsausschuss hat zudem auch das Erreichen des anvisierten harten Kernkapitalziels von 10 Prozent, die Fortschritte bezüglich der Erreichung des anspruchsvollen gruppenweiten Kosteneinsparungsziels sowie insbesondere auch die Führungsrolle von Dougan in Verbindung mit Beilegung des US-Steuerstreits gewürdigt.

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64 Millionen für 11 Köpfe

Der gesamten 11-köpfigen Geschäftsleitung der Credit Suisse wurden für das vergangene Jahr 64,1 Millionen ausbezahlt: knapp 25 Millionen davon als fixe Vergütung und 39,1 Millionen als variable Komponente. Im Vorjahr erhielten die damals 9 Mitglieder zusammen insgesamt 64,8 Millionen.

Die freiwillige Kürzung der variablen Vergütung der gesamten Geschäftsleitung belief sich gemäss Geschäftsbericht auf 9 Millionen Franken. Dies entspreche 20 Prozent des Betrags, der den betreffenden Mitgliedern der Geschäftsleitung normalerweise als variable Vergütung für 2014 zugeteilt worden wäre.

Rohner steckt weniger als vier Millionen ein

Verwaltungsratspräsident Urs Rohner erhielt für 2014 noch 3,6 Millionen, nach insgesamt 4,9 Millionen für das Vorjahr. Der gesamte CS-Verwaltungsrat wurde 2014 mit 9,1 Millionen nach 12,0 Millionen im Vorjahr entschädigt. Die Reduktion der VR-Vergütung beträgt damit wie bereits früher angekündigt rund 25 Prozent.

Für das laufende Jahr schlägt der Verwaltungsrat den Aktionären eine Erhöhung des Fixlohns der Geschäftsleitungsmitglieder vor. So soll das Basissalär des CEO auf 3,0 Millionen von 2,5 Millionen Franken erhöht werden. Die Mitglieder der Geschäftsleitung in der Schweiz bzw. in den USA und Grossbritannien sollen neu 2,0 Millionen Franken bzw. 2,0 Millionen USD und damit ebenfalls 0,5 Millionen mehr erhalten.

(awp/ccr)



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