Die Bundesanwaltschaft BA hat heute Donnerstag morgen Hausdurchsuchungen bei der Ruag, dem Rüstungskonzern des Bundes durchgeführt. Die Bundesanwaltschaft bestätigt gegenüber der «Handelszeitung» die Ermittlungshandlungen. «Es kam zu Hausdurchsuchungen, es wurden verschiedene Informationen und Datenträger sichergestellt», sagt BA-Informationschef André Marty.
Den Hausdurchsuchungen bei der Ruag ging eine Strafanzeige des Rüstungs- und Technologiekonzerns voraus. «Die BA hat in diesem Zusammenhang ein Strafverfahren eröffnet wegen Widerhandlung gegen das Kriegsmaterialgesetz, ungetreue Geschäftsbesorgung, evtl. ungetreue Amtsführung», sagt BA-Sprecher Marty.
Die Ruag erklärt auf Anfrage: «Nachdem Ruag durch einen Whistleblower Kenntnis von Vorwürfen erlangt hat, hat Ruag sogleich interne Untersuchungen eingeleitet und umgehend bei der Bundesanwaltschaft Strafanzeige gestellt.» Man kooperiere vollumfänglich mit der Behörde.