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Umfrage

Arbeitszufriedenheit: Von Sinn und Unsinn

Jobs bei sozialen Institutionen stiften mehr Sinn, jene in der Finanzindustrie weniger. Dies zeigt eine aktuelle BILANZ-Umfrage.

Ueli Kneubuehler Rinigier

Platz 13: Finanzdienstleistungen/ Versicherungen  Mit einem Wert von 5, 2 (maximal 10 für sehr sinnvoll) beurteilen Banker und Versicherer ihre Arbeit untersämtlichen Branchen als am wenigsten sinnstiftend.
Platz 12: Öffentliche Verwaltung Der Sinn der Arbeit hat viel mit dem Image des Unternehmens zu tun und eine Stelle bei der öffentlichen Verwaltung ist nicht unbedingt attraktiv. Sinn-Index: 5,3
Platz 11: Informatik/ IT Sinn-Index: 5,6
Platz 10: Industrie Sinn-Index: 5,8
Platz 9: Baugewerbe Sinn-Index: 5,9
Platz 8: Medien/ Kommunikation Sinn-Index: 6,1
Platz 7: Handel Sinn-Index: 6,2
Platz 6: Verkehrs- und Transportwesen Sinn-Index: 6,4
Platz 5: Pharma Sinn-Index: 7,0
Platz 4: Energie/ Wasser Sinn-Index: 7,2
Platz 3: Spitäler/ Kliniken In Spitälern sowie Kliniken ist die Sinnhaftigkeit der Arbeit hoch. Allerdings schlagen die hohe Belastung, der relativ bescheidene Lohn und die langen Arbeitstage auf die Zufriedenheit der betroffenen Mitarbeiter. Sinn-Index: 7,4
Platz 2: Hotellerie/ Gastgewerbe Erstaunlicherweise werden Jobs in der Hotellerie und dem Gastgewerbe als besonders sinnvoll erachtet. Sinn-Index: 7,8
Platz 1: Soziale Institutionen/ HeimeMit Abstand am sinnvollsten werden die Jobs bei sozialen Institutionen erachtet. Sinn-Index: 8,6
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Platz 13: Finanzdienstleistungen/ Versicherungen Mit einem Wert von 5, 2 (maximal 10 für sehr sinnvoll) beurteilen Banker und Versicherer ihre Arbeit untersämtlichen Branchen als am wenigsten sinnstiftend. RMS

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Selbst wenn der Lohn angemessen und der Status entsprechend hoch ist: Wirkliche Erfüllung finden viele nicht im Job. Die Arbeit muss nicht nur zufrieden machen, sondern auch sinnvoll sein. Im Zuge der Geschichte «Bin ich im richtigen Job?» stellte BILANZ einen Fragebogen zur Sinnhaftigkeit der Arbeit online. 340 Personen haben sich bislang durch die Fragen geklickt.
Die Sinnfrage stellen sich vor allem Angestellte in der Finanzindustrie. Rund 23 Prozent der Antworten stammen von Bankern und Versicherern. Das Resultat ist ernüchternd: Mit einem Wert von 5, 2 (maximal 10) beurteilen sie ihre Arbeit untersämtlichen Branchen als am wenigsten sinnstiftend. «Die Banken bleiben stark unter Druck. Ich gehe davon aus, dass sich die Sinnfrage in der Branche nicht so rasch entschärft», sagt Sven Bühler vom Forschungsunternehmen Icom mit, das die Umfrage durchgeführt und ausgewertet hat.

Image des Unternehmens ist wichtig

Nur unwesentlich besser schnitt die öffentliche Verwaltung ab. «Der Sinn der Arbeit hat viel mit dem Image des Unternehmens zu tun. Eine Stelle bei der öffentlichen Verwaltung ist nicht unbedingt attraktiv. Der Sinn der Arbeit und der Ruf der Firma hängen voneinander ab», sagt Bühler, der jedes Jahr mit dem Swiss Arbeitgeber Award die besten Schweizer Arbeitgeber kürt.

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Mit Abstand am sinnvollsten werden die Jobs bei sozialen Institutionen erachtet und erstaunlicherweise in der Hotellerie und dem Gastgewerbe. «Resultat und Produkt sind umgehend sichtbar», sagt Bühler. Auch in Spitälern sowie Kliniken ist die Sinnhaftigkeit der Arbeit hoch. Allerdings schlagen die hohe Belastung, der relativ bescheidene Lohn und die langen Arbeitstage auf die Zufriedenheit der betroffenen Mitarbeiter, so Bühler.
Wenn auch Sie sich fragen, welchen Sinn Ihre Arbeit macht, gibt Ihnen dieser Fragebogen einen Anhaltspunkt, wo Sie stehen.
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