Abo

Alpiq bricht der Gewinn weg

Der Atomausstieg und der starke Franken setzen Alpiq schwer zu. Der Gewinn des Stromkonzerns hat sich im ersten Halbjahr fast halbiert.

alpiq_19_08_0.jpg
Blick unter eine Turbine im Wasserkraftwerk von Alpiq in der Aare bei Goesgen im Kanton Solothurn. (Bild: Keystone) RMS

Werbung

Der Gewinn des Stromkonzerns Alpiq ist den ersten sechs Monaten auf 155 Millionen Franken gesunken und hat sich damit beinahe halbiert. Der operative Gewinn (Ebit) brach um 42,7 Prozent auf 276 Millionen Franken ein, wie Alpiq mitteilte. Der Umsatz ging um 3,7 Prozent auf 6,78 Milliarden Franken zurΓΌck.
Nach dem Atom-UnglΓΌck in Japan hatte BundesrΓ€tin Doris Leuthard beschlossen, die laufenden Bewilligungsverfahren fΓΌr den Bau von neuen Kernkraftwerk zu sistieren. Alpiq musste deshalb die angefallenen Projektkosten von 35 Mllionen Franken fΓΌr ein geplantes Kernkraftwerk im solothurnischen Niederamt abschreiben. Dort befindet sich das Werk GΓΆsgen.
FΓΌr das gesamte GeschΓ€ftsjahr bleiben die Aussichten gemΓ€ss Alpiq (Aktienkurs Alpiq) trΓΌb. Der Konzern erwartet einen Betriebsgewinn, der wesentlich unter dem Vorjahreswert liegt. Verwaltungsrat und GeschΓ€ftsleitung wollen nun eine Reihe von Massnahmen umsetzen, um die Ertragskraft zu steigern und die Organisation zu vereinfachen. Bis Ende 2012 soll die Verschuldung um mehr als eine Milliarden Franken abgebaut werden.
Stellenabbau erwartet
Verwaltungsrat und GeschΓ€ftsleitung wollen nun eine Reihe von Massnahmen umsetzen, um die Ertragskraft zu steigern und die Organisation zu vereinfachen. Unter anderem sollen die Kosten gesenkt und die Investitionen zurΓΌckgefahren werden.Auch mΓΆchte das Unternehmen seine Tochterfirma Alpiq Anlagentechnik (AAT) abstossen. Der geplante Verkauf war bereits im Juli angekΓΌndigt worden. Ein Abschluss der Verhandlungen sei noch in diesem Jahr zu erwarten, sagte Martin BahnmΓΌller.

Partner-Inhalte

Im Rahmen des Massnahmenpakets sei mit einem Stellenabbau zu rechnen. Konkrete Zahlen kΓΆnnten aber noch nicht genannt werden, sagte BahnmΓΌller. Bis Ende 2012 soll die Verschuldung um mehr als eine Milliarde Franken abgebaut werden. Alpiq war 2009 aus der Fusion der beiden Stromversorgern Atel und EOS entstanden. Das Unternehmen ist unter anderem an den Atomkraftwerken in GΓΆsgen und Leibstadt beteiligt.
(tno/kgh/sda)

Werbung