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Rückschlag

Aktuelle Probleme stehen Teslas Zukunft im Weg

CEO Elon Musk hat viel vor: Tesla soll 2018 eine halbe Million Autos produzieren und als erster selbstfahrende Autos auf die Strasse bringen. In der Gegenwart aber hat der Elektropionier zu kämpfen.

Die 15 skurrilsten Fakten rund um Tesla Das Wichtigste zuerst: Elon Musk hat Tesla nicht gegründet. Das waren Martin Eberhard und Marc Tarpenning. Keystone
Teslas Verkaufsmodell ist in den meisten US-Bundesstaaten illegal: Der Autohersteller vertreibt seine Autos direkt und hat keine Händler. Keystone
Der Roadster war Teslas erstes Modell und kam im Jahr 2008 auf den Markt. Laut Elon Musk war das Auto ein «komplettes Desaster». Keystone
Die bekannte TV-Show «Top Gear» kritisierte den Tesla Roadster damals. Die Sache landete vor Gericht - Tesla verlor. Keystone
Tesla lieh sich zum Start umgerechnet rund 460 Millionen Franken von der US-Regierung und zahlte die Schulden neun Jahre zu früh zurück. Keystone
Das Model X hat einen biologischen Luftfilter, der gereinigte Luft in Ihr Auto lässt, ganz gleich was draussen vor sich geht. Der Filter soll selbst vor Bio-Waffen schützen. Keystone
Das Model X ist schwerer als jedes andere Elektrofahrzeug der Welt. Es wiegt 2.276 Kilogramm. Keystone
Sie können Ihr Model S anrufen, damit es Sie an Ihrer Haustür begrüsst. Keystone
Eine volle Aufladung des Model X kostet gerade einmal umgerechnet 13.50 Franken. Keystone
Es dauert nur 30 Minuten, um ein Model S oder X so weit aufzuladen, dass es 275 Kilometer weit fahren kann. Keystone
Tesla beschäftigt weltweit 14'000 Mitarbeiter. Keystone
Mit dem Model X kann man ganze 400 Kilometer mit einer Aufladung fahren. Unter Idealbedingungen sind es sogar ganze 730 Kilometer. Keystone
Seit Tesla an der Börse ist, stieg die Aktie um mehr als 1000 Prozent. Keystone
Elon Musk, CEO von Tesla Motors, bekommt offiziell jährlich genau einen Dollar Gehalt. Keystone
Tesla hat auf Jahressicht noch nie Gewinn eingefahren — und das wird bis 2020 wohl auch noch so bleiben. Keystone
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RMS

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Verzögerungen in der Produktion bremsen den aufstrebenden Elektroauto-Pionier Tesla aus. Die vom Silicon-Valley- Unternehmer Elon Musk geführte Firma verfehlte im abgelaufenen Jahr ihr Absatzziel. Statt der angepeilten 80'000 bis 90'000 Fahrzeuge lieferte Tesla nur 76'230 aus. Am Aktienmarkt kam dies nicht gut an: Der Kurs sackte am Mittwoch im vorbörslichen Handel um fast 2 Prozent ab.
Das Management sprach von Problemen in der Fertigung im Zusammenhang mit dem Einbau eines neuen Autopiloten. Daher seien im Schlussquartal viele Wagen verspätet zu den Kunden gebracht worden. Mit Verzögerungen hatte der Autobauer schon in der ersten Jahreshälfte zu kämpfen. Finanziell lief es dagegen zuletzt unerwartet gut: Im dritten Quartal wurde zur Überraschung der Börsianer ein Gewinn erzielt.

Im Wettstreit um fahrerlose Autos

Musk verfolgt mit Tesla sehr ehrgeizige Ziele und treibt damit die deutschen Autohersteller vor sich her. 2018 will das kalifornische Unternehmen eine halbe Million Fahrzeuge produzieren. Dazu rüstet es derzeit massiv auf. Im November gab es den Kauf der deutschen Firma Grohmann bekannt, die Anlagen für die automatisierte Fertigung herstellt. Zudem baut Tesla im US-Bundesstaat Nevada eine 5 Milliarden Dollar teure Batteriefabrik.

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Der Konzern will alle neuen Modelle mit Geräten für die fahrerlose Steuerung ausrüsten. Er ringt mit zahlreichen Rivalen darum, als erster selbstfahrende Autos auf die Strassen zu bringen. Zuletzt gab es aber einen Rückschlag, nachdem in den USA und China zwei tödliche Unfälle mit dem bereits eingesetzten Tesla-Autopiloten bekanntgeworden waren.
(reuters/jfr)

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