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Grosser Name, Krumme Geschäfte

Die letzten Tage der Zürcher Bank Mbaer

Mike Bär versprach mit seiner Mbaer ein Banking aus der guten alten Zeit. Doch das Zürcher Institut entpuppte sich als Hort für Geldwäscher.

Holger AlichMichael Heim Handelszeitung

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Er war angetreten, um das Banking neu zu erfinden: Michael «Mike» Bär. Florian Kalotay
Das Telefon klingelt pausenlos. «Nein, ich kann Sie leider nicht durchstellen, Ihre Ansprechpartner sind alle in Sitzungen», sagt die Empfangsdame leicht gestresst. Hinter dem Desk steht ein Töggelikasten; er soll Start-up-Atmosphäre verbreiten. Doch statt Aufbruch ist Abbruch angesagt bei der Zürcher Mbaer Merchant Bank. Ende Februar hat die Finanzmarktaufsicht (Finma) die Liquidation der noch jungen Bank angeordnet. Statt Geldwäsche zu verhindern, habe sie ihren Kunden geholfen, Vermögenssperren zu umgehen. 80 Prozent der Geschäftsbeziehungen wiesen «erhöhte Risiken» auf, schreibt die Finma in ihrem überdurchschnittlich detaillierten Communiqué. «Zuletzt stammten 98 Prozent der entgegengenommenen Vermögenswerte von Hochrisikokunden.»
Zum Knall kam es am 26. Februar, als das US-Finanzdepartement der Bank faktisch den Stecker zog. Es publizierte einen Bericht, der die Sünden der Mbaer aufzählte, und kündigte an, allen Banken Geschäfte mit der Mbaer zu verbieten. Das war das Ende einer kurzen, aufregenden Schweizer Bankengeschichte. Angetreten war Michael «Mike» Bär, Spross der Bankiersfamilie und Urenkel des Gründers der Bank Julius Bär.

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