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Powerplay aus Basel

Schweizer Pharmagiganten spielen ihre Macht aus

Novartis und Roche sind essenziell für die Schweizer Wirtschaft. Das zeigen die Chefs dem Land jetzt mit harten Forderungen.

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Pharma in Basel: Im Vordergrund der Novartis-Campus, im Hintergrund die Roche-Türme. PR
Vas Narasimhan, Chef von Novartis, will Schweizer werden. Derzeit sei die Familie in verschiedenen Phasen des Einbürgerungsprozesses, lässt die Pressestelle ausrichten. Der Amerikaner indischer Herkunft hat sich in Basel – er wohnt direkt am Rheinufer – gut eingelebt, in der Umgebung joggt er seine Runden, der älteste Sohn, der bereits den Schweizer Pass hat, spielt Basketball und war unter anderem für die U18-Nationalmannschaft im Einsatz, Gattin Srishti pendelt ins nahe Allschwil, wo sie die Biotech-Firma Idorsia leitet – man fühlt sich wohl in der neuen Heimat. Das hält Vas Narasimhan aber nicht davon ab, seinen zukünftigen Landsleuten unbescheiden seine Ansprüche kundzutun.
Kurz vor Weihnachten, am 19. Dezember, war es, Narasimhan musste, wie die anderen Chefs der grossen Pharmafirmen der Welt, Spalier stehen für den Auftritt von US-Präsident Donald Trump. Sie waren dort für Vertragsverhandlungen im Weissen Haus, um mit der US-Regierung vertrauliche Abkommen abzuschliessen. Wieder in der Schweiz, gab Narasimhan der Schweiz den Tarif durch: Die Bewohner dieses Landes sollen doch bitte sehr in Zukunft höhere Preise für neue Medikamente bezahlen als bisher.
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