Schweizer Digitalgipfel 2026

Schweiz präsentiert ersten nationalen KI-Aktionsplan

Am Schweizer Digital Gipfel 2026 in Andermatt wurde heute der erste «AI Action Plan for Switzerland» präsentiert.

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Symbolfoto Künstliche Intelligenz
Im Fokus stehen digitale Souveränität, nationale Infrastruktur und regulatorische Grundlagen für KI. Dukas

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Am Schweizer Digital Gipfel 2026 von digitalswitzerland in Andermatt steht diese Woche vor allem ein Thema im Fokus: künstliche Intelligenz. Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Technologie diskutieren darüber, wie sich die Schweiz im internationalen KI-Wettbewerb positionieren soll. Präsentiert wurde dabei erstmals der «AI Action Plan for Switzerland» – ein nationaler Aktionsplan, der die digitale Zukunft des Landes mit gestalten soll.
Initiiert wird das Projekt gemeinsam vom Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) und digitalswitzerland. Ziel ist es, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung an einen Tisch zu bringen und konkrete Massnahmen für den KI-Standort Schweiz zu definieren. Dabei geht es unter anderem um Forschung, Bildung, Infrastruktur, Datenzugang und Governance.
Am Aktionsplan beteiligen sind neben Behörden und Hochschulen auch Unternehmen, Verbände und Technologieanbieter. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Weltweit investieren Staaten Milliarden in künstliche Intelligenz. Während die USA mit Konzernen wie OpenAI, Google oder Anthropic den Markt dominieren, setzt die Europäische Union mit ihrem AI Act auf Regulierung und Leitplanken. Die Schweiz versucht nun, ihren eigenen Weg zu finden.

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Im Zentrum des Aktionsplans steht auch die Frage der digitalen Souveränität. Viele KI-Anwendungen in der Schweiz basieren derzeit auf ausländischen Modellen und Cloud-Infrastrukturen. Diskutiert werden deshalb nationale Rechenkapazitäten, sichere Datenplattformen sowie Investitionen in Forschung und Fachkräfte.
Parallel dazu arbeitet der Bund an regulatorischen Grundlagen für künstliche Intelligenz. Themen wie Transparenz, Datenschutz, Nichtdiskriminierung und Vertrauen sollen künftig stärker definiert werden. Gleichzeitig will die Schweiz vermeiden, Innovation durch zu strenge Vorgaben auszubremsen.
Der «AI Action Plan for Switzerland» soll weniger als starres Strategiepapier, denn als laufender Prozess verstanden werden, heisst es. Der KI-Gipfel in Genf im Juni 2027 soll den Höhepunkt dieser koordinierten Arbeit markieren. Für die Schweiz gehe es dabei um mehr als Technologie: KI werde zunehmend zur wirtschaftlichen und geopolitischen Standortfrage.
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