In nur zehn Jahren haben Digitalanbieter wie Revolut, Neon und Yuh das Banking umgekrempelt. Bei Revolut dürfte demnächst ein neues Schweizer Kapitel beginnen.
Revolut hat dereinst vorwärtsgemacht beim digitalen Banking und viele Nachfolger gefunden.Tessy Ruppert / Dieses Visual wurde von einer Person gestaltet und mit Hilfe von KI umgesetzt
Im Herbst 2025 waren Nik Storonsky und Vlad Yatsenko am Ziel. Das Logo der von ihnen gegründeten Digitalbank Revolut wurde an einem der Glaspaläste der Canary Wharf montiert – im Herzen der Londoner Finanzszene. Im obersten Stock des Gebäudes luden sie zur Einweihung ihres neuen Hauptsitzes, Schatzkanzlerin Rachel Reeves persönlich hielt die Begrüssungsrede. «Wir wollen die erste wirklich globale Bank werden», sagte der gebürtige Russe Storonsky, der längst seinen alten Pass abgegeben hat, bei der Einweihung stolz. Von London aus traten die zwei an, das Banking zu verändern. Und in vielen Ländern dieser Welt haben sie es inzwischen geschafft.
Während namhafte Schweizer Banker noch vor kurzem zweifelten, dass Revolut je Geld verdienen würde, belegen die Geschäftsberichte der Bank das Gegenteil: 2025 wies das Unternehmen einen Reingewinn von 1,3 Milliarden Pfund bei Einnahmen von 4,5 Milliarden aus. Ende Jahr hatte die Gruppe weltweit 69 Millionen Kunden und verwaltete 50 Milliarden Pfund an Kundengeldern. Und im ersten Halbjahr 2026 stieg die Kundenzahl weiter auf 75 Millionen.