Der deutsche Kranich krallt sich Schweizer Kundschaft in Zürich und Genf
Die Lufthansa-Gruppe verlangt frappant hohe Flugpreise auf Monopolstrecken. Der Wettbewerbsbehörde ist es aber verboten, einen allfälligen Marktmachtmissbrauch zu untersuchen.
Andreas Valda
Der deutsche Kranich der Lufthansa-Gruppe krallt sich die Schweizer Kundschaft – in Form von massiv hohen Flugtarifen auf Monopolstrecken von und nach Zürich und Genf. Tessy Ruppert / Dieses Visual wurde von einer Person gestaltet und mit Hilfe von KI umgesetzt
Wer nächste Woche kurz entschlossen von Wien nach Zürich fliegen will, reibt sich die Augen. Die Buchungsplattform der Lufthansa-Gruppe zeigt Preise von über 700 Franken für einen Direktflug in der Economy-Klasse an. Kommenden Mittwoch kostet das Ticket morgens gar 945 Franken. Das ist mehr, als wenn man dort in der gleichen Woche einen (zehnstündigen!) Flug nach Bangkok bucht.
Die Stichprobe (siehe Tabelle) der Handelszeitung zeigt, dass der Preisdurchschnitt auf der Strecke Zürich–Wien bei 440 Franken pro Flug liegt. Dies ist der höchste Wert von zwanzig untersuchten Flugstrecken der Lufthansa-Gruppe von und nach Zürich sowie von und nach Genf.