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Vereinbarkeit

Krippenbeihilfe und Co.: Das bieten SMI-Firmen Eltern

Werdende Eltern haben es in der Schweizer Arbeitswelt nicht leicht. Doch eine Umfrage zeigt: SMI-Firmen bieten mehr Angebote, als das Gesetz verlangt. Die Unterschiede sind allerdings gross.

Karen Merkel-Gyger

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Die Angebote der SMI-Firmen fΓΌr Eltern: Bei der UBS erhΓ€lt die Mutter fΓΌr 180 Tage nach der Geburt vollen Lohn, ab dem elften Dienstjahr 210 Tage. So lange dauert der Mutterschaftsurlaub auch in jedem Fall, optional durch unbezahlten Urlaub ergΓ€nzt. VΓ€ter kΓΆnnen zwei Wochen bei ihren Kindern bleiben. Nach der RΓΌckkehr bietet die UBS MΓΆglichkeiten, flexibel zu arbeiten. Auch Kaderpositionen werden in Teilzeit besetzt. 36 Prozent der Frauen arbeiten Teilzeit, 8 Prozent der MΓ€nner. RMS

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Dass VΓ€ter in der Schweiz vom Gesetzgeber maximal zwei Tage zugestanden bekommen, die sie beim Nachwuchs bleiben dΓΌrfen, sorgt im europΓ€ischen Umfeld gern fΓΌr Erstaunen. Ebenso, dass die Dauer des Mutterschutzes 14 Wochen betrΓ€gt. Alle europΓ€ischen Staaten bieten grosszΓΌgigere Regelungen fΓΌr junge Eltern. In Deutschland, Schweden oder Spanien wΓΌrde eine Initiative fΓΌr einen Papa-Urlaub von 20 Tagen geradezu niedlich wirken, wie sie aktuell der Gewerkschafts-Dachverband Travail.Suisse, die DachverbΓ€nde mΓ€nner.ch, Alliance F und Pro Familia lancieren.

Die Minimalvorgaben auf Gesetzesseite fΓΌhren dazu, dass die tatsΓ€chliche Regelung, wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Beruf und Familie vereinbaren, in den meisten FΓ€llen auf Konzernebene entschieden wird. Eine Umfrage von handelszeitung.ch unter den 20 SMI-Konzernen zeigt, dass elf von ihnen jungen Familien Angebote machen, die ΓΌber ihre Verpflichtungen hinausgehen. Neun Konzerne nahmen keine Stellung.

Krippenkosten anteilig ΓΌbernommen

UBS, Swisscom und Co.  gaben an, dass sie alle mindestens fΓΌnf Tage bezahlten Urlaub fΓΌr frischgebackene VΓ€ter bieten. Gleichzeitig unterscheiden sich die Angebote der Firmen deutlich voneinander– vor allem in den Optionen, die fΓΌr Eltern langfristig interessant sind.

Viele Unternehmen bieten flexible Arbeitszeiten, die MΓΆglichkeit zum Homeoffice und UnterstΓΌtzung bei der Organisation der Kinderbetreuung. Sie setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte. Zurich und Julius BΓ€r zum Beispiel ΓΌbernehmen anteilig die Krippenkosten, wΓ€hrend die UBS alle Stellen – selbst Kaderpositionen – auch fΓΌr Teilzeitpensen ausschreibt. Syngenta bietet MΓΌttern als einziges Unternehmen die MΓΆglichkeit, bereits vier Wochen vor der Geburt in den Mutterschutz zu gehen.

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Weniger Teilzeit in SMI-Firmen

Auch Teilzeit ist ein Thema: Sie wird in der Umfrage von handelszeitung.ch von den meisten SMI-Konzernen als eine Option genannt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fΓΆrdern. In der Schweiz arbeiten im Durchschnitt 36 Prozent der Arbeitnehmer Teilzeit. Den Grossteil dieser Arbeitsstellen haben dabei Frauen: Knapp 59 Prozent der weiblichen Angestellten arbeiten nicht Vollzeit. Bei MΓ€nnern sind dies gut 16 Prozent.

Die Teilzeitquote liegt in den SMI-Konzernen tiefer als im gesamtschweizerischen Durchschnitt. Auch hier arbeiten aber deutlich mehr Frauen als MΓ€nner Teilzeit. Bei Personalvermittler Adecco ist diese Differenz besonders deutlich ausgeprΓ€gt: WΓ€hrend 24 Prozent der Frauen Teilzeit arbeiten, sind die MΓ€nner alle in Vollzeit angestellt.

Eine Übersicht über die Angebote im Detail, die elf SMI-Firmen jungen Familien machen, sehen Sie in der Bildergalerie oben.



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