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Iran-Krise

Schweizer Firmen leiden unter Nachschubproblemen

Öl, Gas, Aluminium, Stickstoff: Der Golf ist eine Quelle wichtiger Rohstoffe. Schweizer Grosskonzerne und Familienbetriebe müssen umplanen.

Holger AlichStefan Barmettler HZ

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In Katar wurde die Flüssiggasanlage Ras Laffan beschädigt. Dadurch fällt rund ein Fünftel der LNG-Produktion über Jahre aus. keystone-sda.ch

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Der Delikatessenhändler Bianchi beliefert seit 1881 Schweizer Gastro-Betriebe. Im ganzen Land sind die weissen Lieferwagen mit dem roten Hummer-Logo unterwegs, courant normal, scheinbar. Doch der Krieg im Iran wirbelt das Tagesgeschäft des Traditionsunternehmens aus Zufikon AG durcheinander.
Der frische Fisch aus den Philippinen wurde bisher über Dubai eingeflogen, «nun mussten wir alles über Singapur umstellen», sagt Co-Firmenpatron Luca Bianchi – mit entsprechenden Mehrkosten. Auch die steigenden Spritpreise bei 170 Lieferwagen belasten die Erfolgsrechnung. Obendrein fehlen zahlungskräftige Touristen aus den Golfstaaten, die hierzulande gerne erlesene Comestibles verzehren.

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