Die angereisten Bankerinnen und Banker lauschten aufmerksam, als am Dienstag in Rotkreuz die «digitalste Bank der Schweiz» gekürt wurde. Seit sechs Jahren erhebt Andreas Dietrich von der Hochschule Luzern (HSLU), welche Dienstleistungen von den Banken in digitaler Form angeboten werden. Und einmal mehr standen die gleichen oben auf dem Treppchen: die UBS, die Migros Bank und die VZ Depotbank.
Doch das Bild trügt. In vielen Bereichen des Alltagsbankings werden die Schweizer Banken gerade von Digital-Wettbewerbern aus dem In- und Ausland abgehängt. Das augenscheinlichste Beispiel: Banküberweisungen in Echtzeit sind innerhalb der EU längst Standard. Wer schon einmal eine Überweisung von seinem deutschen N26-Konto auf das in Litauen verwaltete Revolut-Konto gemacht hat, weiss, wie schnell das gehen kann.