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Konkurrenz für Eigenmarken

Migros verkauft neu Barilla-Pasta im Supermarkt

Bislang dominierten beim Grossverteiler Eigenmarken und Produkte des kleinen italienischen ­Herstellers Agnesi das Teigwarensortiment. Neu verkauft er Penne und Spaghetti vom grössten Produzenten.

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Barilla-Teigwaren sind vorläufig lediglich im Aktionssortiment der Migros erhältlich. Wenn das bei der Kundschaft gut ankommt, dürften sich die dunkelblauen Kartonschachteln permanent breitmachen.
Barilla-Teigwaren sind vorläufig lediglich im Aktionssortiment der Migros erhältlich. Wenn das bei der Kundschaft gut ankommt, dürften sich die dunkelblauen Kartonschachteln permanent breitmachen.Erich Bürgler

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Eigentlich wollte Migros-Chef Mario Irminger stärker auf Eigenmarken setzen. Nun holt er dennoch einen der letzten grossen Markenartikel in die Regale der Supermärkte, die bisher fehlten: Pasta von Barilla.
Jüngst lagen Penne Rigate, Spaghetti und Fusilli des weltweit grössten Pastaherstellers in den Aktionskörben der Migros. Bisher setzte der Grossverteiler in Sachen Teigwaren vor allem auf die eigenen Industriebetriebe und den kleinen italienischen Produzenten Agnesi, dessen Pasta es in der Schweiz fast ausschliesslich bei der Migros zu kaufen gibt. Barilla gab es nur im Migros-Online-Shop. Der Detailhändler begründet den Entscheid mit der «kontinuierlichen Sortimentsentwicklung». Man ergänze die Produktpalette dort, wo man einen Mehrwert für die Kundschaft sehe.

Migros verhandelt mit Barilla

Bei Migros-Puristen dürfte das für Reaktionen sorgen. Der Händler nahm in den vergangenen Jahren immer wieder Marken ins Sortiment, die die eigenen Brands bedrängen und damit bei einem Teil der «Migros-Kinder» für Aufregung sorgen. So gibt es bei Migros längst mehr Varianten von Ovomaltine-Produkten als von Eimalzin, das Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler einst als günstigere Kopie erfand. Schokoladen von Lindt und Toblerone, aber auch Waschpulver von Persil stehen schon länger in den Regalen. In puncto Waschmittel liegt das auch daran, dass die Kundschaft grösstenteils bei Aktionen zuschlägt. Um möglichst regelmässig Sonderangebote führen zu können, braucht es Produkte verschiedener Hersteller im Angebot.

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Barilla-Teigwaren sind vorläufig lediglich im Aktionssortiment der Migros erhältlich, wie der Sprecher sagt. Wenn das bei der Kundschaft gut ankommt, dürften sich die dunkelblauen Kartonschachteln permanent breitmachen. Das bedeutet, dass Varianten von Agnesi oder Eigenmarken verschwinden werden. Mehrere Pestosaucen von Barilla gibt es schon bei der Migros. Aus Unternehmenskreisen wird verlautet, dass man derzeit mit Barilla über die Konditionen verhandle.
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Das Team um Einkaufschef Florian Decker und internationale Markenhersteller gerieten zuletzt wiederholt aneinander. PR
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Das Team um Einkaufschef Florian Decker und internationale Markenhersteller gerieten zuletzt wiederholt aneinander. PR
Dass es zu einer Einigung kommt, ist keineswegs gewiss. Denn das Team um Einkaufschef Florian Decker und internationale Markenhersteller gerieten zuletzt wiederholt aneinander. Zeitweise gab es deshalb bei der Migros keine Thomy-Mayonnaise von Nestlé, und auch Lindt-Schokolade fehlte in den Regalen. Bei Denner suchte die Kundschaft vergebens nach Feldschlösschen-Bier. Denn Decker kauft für die ganze Gruppe ein und damit auch für die Discounttochter und für Migrolino. Die harten Verhandlungsmethoden könnten allerdings nach hinten losgehen: Der zweimonatige Lieferstopp von Feldschlösschen brockte Denner einen empfindlichen Einbruch beim Bierabsatz ein. Barilla gibt es derweil schon lange beim Discounter. Mit dem zusätzlichen Migros-Volumen dürfte Florian Decker bei den Italienern auf tiefere Einkaufspreise pochen.

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