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Anker für die Familie

Der Axa-Chef gründet eine Familienstiftung

In Obwalden hat Thomas Buberl eine Stiftung eintragen lassen. Das seltene Vehikel ist wohl ein Governance-Tool für den Nachwuchs.

Ueli Kneubuehler Rinigier

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Die Stiftung soll Thomas Buberls Familie finanziell absichern. AFP

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Familienstiftungen sind in der Schweiz Exoten. Seit das Sozialsystem institutionalisiert ist, hat das Konstrukt stark an Bedeutung verloren.
Thomas Buberl kümmert das wenig. Der Chef des französischen Versicherungskonzerns Axa hat Mitte Mai bei einem Treuhänder im Kanton Obwalden eine Familienstiftung eintragen lassen. Das geht aus einem Eintrag im Handelsregister hervor. Buberl, der auch den Schweizer Pass besitzt, ist mit seiner Familie bei Paris wohnhaft.
Die Stiftung bezweckt die «finanzielle Unterstützung und den Unterhalt von Mitgliedern der Familie des Stifters Thomas Buberl […] über Generationen hinweg». 2025 stand Buberl bei der Axa mit 6,7 Millionen Euro auf der Payroll. In den zehn Jahren an der Spitze des Konzerns dürfte eine hübsche Summe zusammengekommen sein.
Von Paris nach Wilen OW: In der Weltstadt ist Axa-Chef Buberl ­wohnhaft, in der Innerschweiz sorgt er vor.
Von Paris nach Wilen OW: In der Weltstadt ist Axa-Chef Buberl wohnhaft, in der Innerschweiz sorgt er vor.PR
Von Paris nach Wilen OW: In der Weltstadt ist Axa-Chef Buberl ­wohnhaft, in der Innerschweiz sorgt er vor.
Von Paris nach Wilen OW: In der Weltstadt ist Axa-Chef Buberl wohnhaft, in der Innerschweiz sorgt er vor.PR
Der 53-jährige Buberl, seit mehr als 20 Jahren in der Versicherungsindustrie tätig, hat sein Handwerk offenbar verinnerlicht – und sorgt vor. Und das detailgetreu wie eine allgemeine Versicherungsbedingung. So übernimmt die Stiftung etwa die Kosten für Schulausbildungen. Sie hilft bei medizinischen Notfällen und gewährt Darlehen für Gründungen oder selbst genutztes Wohneigentum. Sogar Einmalzahlungen bei Heirat oder der Geburt eines Kindes sind geregelt.

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Das alles könnte man auch anders aufsetzen. Experten sprechen von einem interessanten Ansatz und erklären, dass ein solches Konstrukt keine steuerlichen Vorteile bringe. Es gehe wohl um die Nachwuchs-Governance. Die Stiftung verhindere, dass die Jungmannschaft leichtfertig mit dem Vermögen des Vaters um sich werfe. Fait accompli.

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