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Schweizer Axa-Power

Philomena Colatrella ist neu im Verwaltungsrat der Axa

In Paris wächst die Schweizer Präsenz: Als drittes VR-Mitglied mit rotem Pass verstärkt ­die ehemalige Chefin der CSS das Board der Axa Gruppe.

Ueli Kneubuehler Rinigier

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Philomena Colatrella verstärkt das Gremium des zweitgrössten Versicherers Europas mit ihrem Know-how und Innovationsgeist. Philippe Rossier

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Der Ruf aus Paris war zu verlockend: Der französische Versicherungsgigant Axa hat Ende März Philomena Colatrella (57) als neue Verwaltungsrätin nominiert. Für die langjährige Chefin des Luzerner Krankenversicherers CSS ist der Einzug in das Gremium des zweitgrössten europäischen Versicherers ein Sprung auf die ganz grosse internationale Corporate-Bühne. Dafür verliess sie Ende Januar auch das Aufsichtsgremium der Swiss Life mit Langzeitpräsident Rolf Dörig. Der Abschied sei ihr nicht leichtgefallen, heisst es. Doch dem Vernehmen nach wollte Axa sie unbedingt für den Conseil d’administration gewinnen. Vor allem wegen ihres Know-how im Versicherungs- und Gesundheitssektor. Zudem bringt sie einen prall gefüllten Rucksack in digitaler Transformation und Innovation mit – und sie ist mehrsprachig. Französischkenntnisse sind in der Grande Nation ein nicht zu unterschätzendes Argument. Colatrella prägte die CSS in ihren 26 Jahren massgeblich, davon zuletzt neun Jahre als CEO. Sie verabschiedete sich mit einem Rekordergebnis aus Luzern.
Mit der schweizerisch-italienischen Doppelbürgerin sitzen künftig drei Mitglieder mit Schweizer Pass im Axa-Board. CEO Thomas Buberl, gebürtiger Deutscher mit Schweizer und französischem Pass, ist ebenso Mitglied des Aufsichtsgremiums wie die langjährige Novartis-Managerin Marie-France Tschudin, die bis 2023 der Konzernleitung des Pharmamultis angehörte. Laut Axa ist die Schweizer Diaspora im Verwaltungsrat ein Zufall.

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Aus finanziellen Gründen wagt Colatrella den Schritt an die Seine sicherlich nicht. Swiss Life hat sie mit gut 170’000 Franken entschädigt, die Axa bezahlt grosso modo im gleichen Rahmen. Sie ist nicht eben dafür bekannt, dass sie es sich bequem macht. Sie sucht vielmehr eine neue Challenge – auf internationaler Bühne.

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