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Leonteq

Blockade endlich weg

Das Auslaufen des Aktionärsbindungsvertrags lieferte Grossaktionär Raiffeisen einen guten Moment für den Verkauf der Anteile.

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Investor Rainer-Marc Frey hält an Leonteq künftig 23 Prozent. PR

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Mit fast 30 Prozent war Raiffeisen der Ankeraktionär von Leonteq. Eingestiegen war die Bank noch in den Zeiten von Pierin Vincenz. Doch in den letzten Jahren galt der wenig engagierte Ankeraktionär vor allem als Blockade für Veränderungen. Eingebunden war die Bank durch einen Aktionärsbindungsvertrag mit Gründungspartner Lukas Ruflin, der als zweitgrösster Aktionär mit rund neun Prozent immer noch starkes Gewicht hatte. Doch dieser Aktionärsbindungsvertrag lief per Ende 2025 aus.
Fast gleichzeitig war bei Raiffeisen mit Gabriel Brenna ein neuer CEO ans Ruder gekommen, dem dieses Auslaufen Gelegenheit gab, grundsätzlich über die Bücher zu gehen. Anfang März gab Raiffeisen bekannt, 23 ihrer 30 Prozent würden verkauft. 16,2 Prozent gingen an Grossinvestor Rainer-Marc Frey, der neu auf 23 Prozent kommt, die restlichen 6,5 Prozent an vier Mitstreiter von Frey, unter anderem Adrian Gut und Herbert Item, seinen Partnern aus der Zeit der Investmentgesellschaft RMF. Damit dürfte Zug in die Entwicklung kommen, hat Frey doch immer wieder durchblicken lassen, er halte das Management für zu unambitioniert. Der Druck auf CEO Christian Spieler dürfte noch steigen.

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