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Energiepolitk

Atomstrom vor der Nachspielzeit

Was ersetzt die grossen Schweizer AKW? Neue AKW, Wind, Solar? Klar ist nur: Ohne Staatshilfe will kaum einer in Atomstrom investieren.

Michael Heim Handelszeitung

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Sonnenuntergang hinter GΓΆsgen: Was passiert, wenn das Schweizer AKW sechzig Jahre alt wird? Vermutlich wird es in die VerlΓ€ngerung geschickt. Keystone

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Andreas Pautz will einen neuen Atomreaktor. Der Nuklearingenieur blickt aus dem Fenster seines BΓΌros im Paul-Scherrer-Institut (PSI) in Villigen und erzΓ€hlt von der Geschichte der Schweizer Kernforschung. Und von der Zukunft. Hier im Aargau ist die Kernkraft zu Hause. Die zwei Meiler von Beznau sind gleich um die Ecke, das AKW Leibstadt sieben Kilometer entfernt. Und nun soll auf dem Areal des PSI im Rahmen eines Experiments die Funktionsweise eines neuartigen FlΓΌssigsalzreaktors der dΓ€nischen Firma Copenhagen Atomics erprobt werden.
Die Anlage wΓ€re eine Europa-Premiere: der erste FlΓΌssigsalzreaktor im kritischen Betrieb – sprich: mit einer laufenden Kettenreaktion. Einfach etwas kleiner. Anstelle der vom Hersteller dereinst angestrebten 100 Megawatt thermischer Leistung soll die Anlage maximal 1 Megawatt leisten, womit sie nach Schweizer Gesetz als Β«Anlage mit geringem GefΓ€hrdungspotenzialΒ» durchgehe, erklΓ€rt der Professor fΓΌr Reaktorphysik. Und betont: Um Energiegewinnung gehe es dabei nicht, sondern vielmehr darum, zu beweisen, dass die Computersimulationen einen FlΓΌssigsalzreaktor korrekt beschreiben.
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