Die Ansiedlungspolitik des Bundes und der Kantone steht zu Unrecht in der Kritik. Sie führt kaum zu Zuwanderung, bereichert aber wichtige Branchen mit Wertschöpfung und generiert Steuersubstrat.
Die Firma Hitachi Energy war für die Behörden ein scheinbares Dilemma: ansiedeln und Arbeitsplätze schaffen oder besser ablehnen, weil es Mehrverkehr schafft, Land verbaut und die Zuwanderung fördert? Das japanische Unternehmen ist erst seit 2020 in der Region Baden. Es hat die dortige Stromnetzsparte der ABB übernommen und gehört dem japanischen Mischkonzern Hitachi aus Tokio. 290’000 Angestellte mit 600 Tochterfirmen zählen zum Konzern, darunter die schweizerische Hitachi Energy.
Der Konzern hätte die Sparte nach der Übernahme wegzügeln können. Doch die Japaner bauen stattdessen in der Schweiz aus. Sie planen eine neue Weltzentrale samt Forschungs- und Entwicklungszentrum mit bis zu 3000 Arbeitsplätzen. Heute sind es 1200.