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E-Commerce

Amazon.com verzichtet auf Schweizer Kunden

Ab dem 26. Dezember liefert Amazon.com nicht mehr in die Schweiz. Der Konzern sperrt sich gegen eine neue Steuerregelung.

Bastian Heiniger

Packet vom Amazon
Ab dem 26. Dezember kΓΆnnen Schweizer Kunden nicht mehr auf Amazon.com einkaufen Keystone

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Der Hype war gross. Amazon komme in die Schweiz, verkΓΌndeten die Schlagzeilen noch vor einem Jahr. Ausser dass die Post mit dem InternethΓ€ndler einen Deal geschlossen und die Verzollung ΓΌbernommen hat, ist jedoch nicht viel geschehen. Noch immer lassen sich viele Produkte nicht in die Schweiz liefern.
FΓΌr den Online-Gigant, der am Montag fΓΌr kurze Zeit Apple und Microsoft ΓΌberholte und zum wertvollsten Unternehmen der Welt avancierte, ist der Schweizer Markt hΓΆchstens ein Nebenschauplatz. Einmal mehr zeigt das die gestern verkΓΌndete Kapitulation vor dem Schweizer Mehrwertsteuer-System. Neu werden nΓ€chstes Jahr fΓΌr auslΓ€ndische VersandhΓ€ndler auch Kleinsendungen unter 65 Franken steuerpflichtig. Deshalb kΓΆnnen Schweizer Kunden ab dem 26. Dezember nicht mehr auf Amazon.com einkaufen, wie der Konzern mitteilte. Davon ausgenommen sind digitalen Produkten wie Apps und Kindle-BΓΌcher, die Kunden weiterhin ΓΌber die US-Seite kaufen kΓΆnnen.

Gutscheine verfallen

Besonders Àrgerlich dürfte für manche Kunden sein, dass die Guthaben von Geschenkgutscheine verfallen. «Mit der Umstellung der internationalen Einkaufsmâglichkeiten wird es uns leider nicht mâglich sein, ungenutzte Geschenkgutschein-Guthaben auf Amazon-Websites in der EU zu übertragen», heisst es in der Mitteilung. Dass die neue Regelung zur Mehrwertsteuer im Januar in Kraft tritt, ist schon seit über einem Jahr bekannt. Amazon konnte oder wollte offenbar keine Lâsung finden. Der Konzern verweist seine Kunden auf die Amazon-Seiten in der EU. Schweizer sollen auf Amazon.de, Amazon.fr, Amazon.it, Amazon.es oder Amazon.co.uk einkaufen. Für die meisten Amazon-Kunden dürfte sich allerdings nicht viel Àndern. Schweizer kauften 2017 nur für 65 Millionen Franken über die amerikanische Amazon-Seite ein, wie der E-Commerce-Berater Carpathia schÀtzt. Über Amazon.de hingegen waren es im selben Jahr 575 Millionen Franken. Schweizer Kunden müssen sich damit abfinden, noch lÀnger über die deutsche Seite einzukaufen und von Angeboten wie Amazon-Prime kaum profitieren zu kânnen.

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