Es war der Ritterschlag: Als die UBS bei der CS-Übernahme vom Staat eine Verlust- und eine Liquiditätsgarantie von bis zu 100 Milliarden Franken forderte, liess sich die Eidgenossenschaft nicht von McKinsey, BCG oder Bain beraten. Das Mandat bekam Alvarez & Marsal.
Alvarez wer? A&M, wie die Firma in der Szene genannt wird, wurde 1983 von Bryan Marsal und Tony Alvarez in New York als Beraterboutique mit Schwerpunkt Restrukturierung gegründet. Der Durchbruch kam 2002 mit dem Enron-Skandal, als A&M nach der Verurteilung von Buchprüfer Arthur Andersen dessen Operations weltweit herunterfuhr. «Das hat uns erlaubt, in der Folge ein viel breiteres Offering anzubieten», sagt Sean Peyer, seit dem Markteintritt in die Schweiz 2019 hierzulande Co-Head. Ähnlich war es 2008 nach der Pleite von Lehman Brothers.