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«Die Frauenquote ist eine Doppel-Diskriminierung»

Der erfolgreiche Managementdozent Reinhard Sprenger über Firmen, die Personal in Ethikseminare schicken – und die «Übermoralisierung der Märkte».

Stefan Barmettler HZ

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«Ökonomische Probleme werden reflexhaft zu moralischen Fragen emotionalisiert»: Reinhard Sprenger. Stefan Thomas Kroeger/laif

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Detailhändler verbannen «Mohrenköpfe», Einkaufstaschen mit angeblich sexistischen Sujets werden eingestampft. Was sagt das über moderne Unternehmensführung aus?
Reinhard Sprenger: Führung muss viele Ambivalenzen, Logiken und Werte bewirtschaften. Eines davon ist das öffentliche Meinungsklima.
Und dann knickt man ein?
Es macht einen Unterschied, ob man als Unternehmer sein eigenes Vermögen riskiert oder als Manager das Geld anderer Leute verwaltet. Als Unternehmer ist es einfacher, eine eigenständige Position zu beziehen. Ein Manager knickt unter öffentlichem Druck schneller ein, weil er Treuhänder ist.
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