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Beda Achermann

Die Lifestyle-Tipps des vielgereisten Schweizer Art Directors

Er begeistert seit Jahrzehnten mit seinen Ideen. Nun stellt Achermann seine persönlichen Highlights vor – vom besten Design zum feinsten Essen.

Uli Rubner

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Beda Achermann prägt die Kreativwelt seit den 1980er-Jahren mit visionärem Design. Sean Thomas

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Beda Achermann zählt zu den besten Creative Directors der Welt. Als Kreativkopf der «Männer Vogue» in München und der stilprägenden Modezeitschrift «Donna» in Mailand wurde er in den 1980er-Jahren zum Star. 1990 machte er sich mit seinem Studio Achermann selbstständig. Dort entwickelt er einzigartige Ideen für grosse Weltmarken. Mode, Kunst, Design, Fotografie: Alles fliesst in seiner Arbeit zusammen, in seinem Leben ebenfalls.
Hier stellt er seine zehn persönlichen Highlights vor:

1. Das wichtigste Haus

Die Villa Malaparte auf Capri. Alles an diesem Haus ist ikonisch. Ein einziger grosser Traum. Bei der Treppe denke ich sofort an Brigitte Bardot, die berühmte Szene in «Le mépris» von Godard. Beim Blick aus dem Fenster auf die Faraglioni-Felsen denke ich an das Foto, das mein Freund François Halard gemacht hat. Ein Haus der Bilder, der Perspektiven. Ich kann es vom Meer aus betrachten, vom Hügel oberhalb oder seitwärts, immer verändert es total seine Gestalt.
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2. Der beste Stuhl

Der Standard von Jean Prouvé, ganz aus Holz, demontabel. Genial. Wie eine Skulptur. Natürlich liebe ich auch die Stühle von Carlo Mollino, aber ich habe hier ja die Qual der Wahl.

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3. Das tollste Restaurant

«The Grill» in New York. Nicht nur dass es sich in einem Meisterwerk der modernen Architektur befindet, dem Seagram Building von Ludwig Mies van der Rohe, auch innen wurde es von Philip Johnson mit einer überwältigenden Eleganz gestaltet. Grosses Kino. Für mich der schickste Platz der Welt. www.thegrillnewyork.com
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4. Das beste Brot

Gibt es in Paris, und zwar in der wunderschönen alten Bäckerei «Du Pain et Des Idées». Sauerteig, knusprige Kruste, nussiger Geschmack. Das Brot heisst «Pain des amis», und das gefällt mir natürlich, denn ich liebe es, für Freunde zu kochen und für alle einen grossen Brotlaib aufzuschneiden. www.dupainetdesidees.com

5. Das liebste Essen

Pasta mit Tomatensauce, schlicht und einfach. Frische Tomaten, aber von alten Tomatensorten, sonnengereift aus der Provence. Feinstes Olivenöl. Dazu Parmesan, gehobelt natürlich, mit einem Schuss Zitrone. Ich könnte das jeden Tag essen.

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6. Das inspirierendste Museum

Die Gallerie dell’Accademia in Venedig, eine exquisite Sammlung alter venezianischer Meister, gestaltet und kuratiert von Carlo Scarpa in den 1950er-Jahren. Ein Design-Highlight, vorbildlich. Ich gehe gern dorthin, am liebsten gleich in der Früh, wenn ich noch der Einzige bin, und dann unterhalte ich mich mit Bellini, Tintoretto und Tizian. Und tags darauf gleich noch einmal. www.gallerieaccademia.it

7. Das wichtigste Kunstwerk

Für mich ganz persönlich, für meinen Werdegang, war ein Bild von Urs Lüthi wegweisend: «My Face behind Ecki’s Face». Das hing in der legendären Show «Transformer», die Jean-Christophe Ammann 1974 im Kunstmuseum Luzern gemacht hat. Damals war ich noch an der Kunstschule Luzern. Das Bild hat mich sehr inspiriert. Ich konnte es später erwerben, heute steht es bei mir zu Hause neben meinem Bett.
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zVg
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zVg

8. Der beste Fotograf

Helmut Newton. Sein Blick auf die Welt war immer schon einzigartig, heute sogar relevanter denn je, würde ich sagen. Ohne ihn gäbe es keinen Juergen Teller, zum Beispiel. Ich habe viel mit ihm gearbeitet. Er war ein enger Freund.

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Helmut Newton Foundation / Alamy
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Helmut Newton Foundation / Alamy

9. Das liebste Accessoire

Das ist natürlich meine uralte, riesige, schwarze Ledertasche von Louis Vuitton. Sie begleitet mich auf allen Reisen, schleppt mein Gepäck, meine Bücher, meine Ideen, all meine Geschenke. Sie kennt all meine Geheimnisse.
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Joël Hunn
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Joël Hunn

10. Das schönste Reiseerlebnis

Ich bin gern auf Reisen. Das entspricht meinem Naturell, meiner Neugier. Ich war in den Tempeln von Angkor Wat, kurz nachdem Kambodscha von den Roten Khmer befreit worden war. Nachts habe ich die Gesichter der Apsaras mit der Taschenlampe beleuchtet. Unvergesslich. Aber magische Momente müssen nicht in der Ferne liegen. Meine liebste Joggingstrecke führt in Paris den Montmartre hinauf, zur Basilika Sacré-Cœur. Am Samstagmorgen. Paris erwacht, Sonnenaufgang über der Stadt, und die Klosterschwestern in den weissen Gewändern stimmen in der Kirche ihre himmlischen Gesänge an. Wundervoll.

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Die Welt von Beda Achermann: Fotografie, Kunst und klingende Namen

1. Die Kampagne für Berluti

Den neuesten Geniestreich liefert das Studio Achermann für den französischen Schuhbrand Berluti: eine Kampagne mit Testimonials wie dem Münchner Star-Barkeeper Charles Schumann, dem britischen Schauspieler Rupert Everett und dem französischen Kult-Küchenchef Mory Sacko, fotografiert von Roe Ethridge, der den Mix aus Kunst und Werbung perfekt beherrscht und dessen Werke in allen renommierten Museen der Welt hängen.
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Roe Ethridge
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Roe Ethridge

2. Das «Arles Magazine»

Für die Luma Foundation schuf Beda Achermann ein Periodikum, mit dem die Basler Kunstmäzenin Maja Hoffmann neue Perspektiven aufzeigen und die Kreativität feiern will. Das Heft verbindet Tradition mit hypermoderner Kultur und setzt auf Fotokünstler von Weltrang wie Martin Parr, Mark Borthwick und Peter Lindbergh. www.luma.org
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3. Die Kampagne für Bally

Die Kampagne für die Bally-Kollektion 2025 verknüpft die Schweizer Wurzeln und die Tradition des Brands mit der Welt. Für das Fotoshooting mit dem US-Fotografen Jack Pierson wählte Achermann das ikonische Frey House II in Palm Springs, erbaut vom Schweizer Architekten Albert Frey.
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4. Die Kunstbücher

Beda Achermann macht aus Fotografen Künstler und inszeniert ihre Werke in hochwertigen Büchern. Unter anderem hat er für den US-Verlag Rizzoli drei Bücher mit François Halard gemacht. Der Franzose ist auf Interior- und Architekturfotografie spezialisiert, die beiden arbeiten seit vielen Jahren eng zusammen und sind Freunde geworden.
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Dieser Artikel ist im HOMES, einem Magazin der BILANZ, erschienen (Frühling 2026).

Über die Autoren

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