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Interview mit Beatrice Weder di Mauro

«Es braucht neue Koalitionen von Gleichgesinnten»

Die Wirtschaftsprofessorin warnt vor den Folgen der US-Politik unter Trump 2.0 und erklärt, was das für den Rest der Welt bedeutet.

Peter Rohner

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Wirtschaftsprofessorin Beatrice Weder di Mauro hat in ihrer Laufbahn diverse Krisen untersucht. Sie war auch Mitglied der Expertengruppe «Bankenstabilität» des Bundes zur CS-Krise. Philippe Rossier
Die Ökonomenzunft hat bisweilen den Ruf, sich im akademischen Elfenbeinturm zu verkriechen und den Bezug zur Praxis und der Aktualität zu vernachlässigen. Beatrice Weder di Mauro gehört da sicher nicht dazu. Die schweizerisch-italienische Ökonomin hat soeben ein Buch über den Beginn der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump herausgegeben. Die Handelszeitung hat die Genfer Professorin bei ihrem Besuch in Zürich zum Gespräch getroffen.

Die Autorenliste Ihres neuen Buches liest sich wie das Who’s Who der Wirtschaftswissenschaften. Wie ist das Werk entstanden?

Als Leiterin des Centre for Economic Policy Research kann ich mich auf ein Netzwerk von ausgezeichneten Ökonomen stützen, die auch kurzfristig bereit sind, fundierte Einschätzungen und Analysen einzubringen. Das war auch in diesem Frühling der Fall, als sich abzuzeichnen begann, dass wir es hier mit einer ausgewachsenen Krise des Systems zu tun haben. Ich habe Simon Johnson, Gary Gensler und Ugo Panizza kontaktiert, um einen «Real Time Economics»-Band herauszugeben. Wir arbeiten bereits an einem Update.
Über die Autoren
Peter Rohner
Peter Rohner
ist Chefökonom der Handelszeitung.

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