Sebastian Nordmann übernimmt mit dem Lucerne Festival ein Vorzeigeprojekt. Im Interview verrät er, wie er mit dem Festival an der Spitze bleiben will und wie er die Weltstars anlockt.
Der Weg in das Büro von Sebastian Nordmann führt an den Glasfronten des KKL Luzern vorbei. Der Frühlingshimmel über dem Vierwaldstättersee ist bedeckt, die Berggipfel bleiben an diesem Tag verborgen. Drinnen herrscht derweil die Ruhe nach dem Finale: Am Vorabend ging das erste Pulse-Festival mit dem isländischen Pianisten Víkingur Ólafsson zu Ende. Für den 55-jährigen Nordmann, der zuvor 16 Jahre das Konzerthaus Berlin leitete, ist es die erste Saison als Intendant des Lucerne Festival.
Sie hatten zweieinhalb Jahre Vorlauf für Ihren Start in Luzern. In der freien Wirtschaft ist das undenkbar. War das ein Luxus oder eine Last?