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Mitstreiter

Ulf Berg: Der neue Kuoni-Präsident und sein Machtnetz

Ulf Berg übernimmt bei Kuoni. Der neue Präsident des Reisekonzerns hat eine spektakuläre Industriekarriere hinter sich - und ist vernetzt wie kein Zweiter. Das sind seine Mitstreiter und Gegenspieler.

Philipp Albrecht

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Der Industrielle Ulf Berg ist neuer Verwaltungsratspräsident von Kuoni. In den neunziger Jahren verbrachte Berg als ABB-Mann zeitweise die Hälfte des Jahres im Ausland. Da habe er gar nie Zeit für so etwas wie ein Netzwerk gehabt, sagte er zur «Bilanz». Das ist leicht untertrieben. In der Schweizer Industrie ist er vernetzt wie kein Zweiter. Das ist sein Machtnetz: RMS

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Was würde wohl Firmengründer Alfred Kuoni sagen? Ein Industrieller an der Spitze seines einst so stolzen Tourismuskonzerns? Mit der Reisebranche hat Ulf Berg wenig am Hut. Ausser der Tatsache, dass der gebürtige Däne mit Schweizer Pass in seiner Karriere wahrscheinlich mehr Flugmeilen als Geld gesammelt hat. Gestern, am 2. Mai wurde der 66-jährige Doktor des Maschinenbaus Verwaltungsratspräsident von Kuoni.
Berg kommt über den neuen Mehrheitseigner, die schwedische Investmentgruppe EQT, ins Gremium. EQT besitzt nun 75,2 Prozent des Aktienkapitals. Berg steht als industrieller Berater schon seit 2009 im Dienst der Gruppe, die mit der schwedischen Familiendynastie Wallenberg in Verbindung steht. Letztlich erhob keiner die Stimme gegen die ausländische Übernahme eines Schweizer Traditionsunternehmens. Im Gegensatz zu Sika, wo der Ausverkauf der Heimat lautstark beklagt wird, sind die Beobachter froh, dass sich jemand der Holding annimmt.
Und mit Ulf Berg kommt immerhin ein Mann ins Haus, der nicht nur Management-, sondern auch viel Verwaltungsratserfahrung mitbringt. Legendär ist sein spektakulärer Abwehrkampf als Sulzer-Präsident gegen die Übernahmetricksereien der russisch-österreichischen Allianz Vekselberg/Pecik. Da hätte sogar der alte Kuoni gestaunt.

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Sehen Sie in der Bildergalerie oben, wer die Mitsreiter und die Gegner von Ulf Berg sind.
Das vollständige Machtnetz des neuen Kuoni-Präsidenten lesen Sie in der aktuellen «Bilanz», erhältlich am Kiosk oder mit Abo jeweils bequem im Briefkasten.

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