Das Machtnetz von Nati-Trainer Vladimir Petkovic:Die Freunde:Als Clubtrainer hatte Petkovic schon manche Station hinter sich – Bellinzona, Lugano, die Berner Young Boys, Samsunspor in der Türkei, Sion und Lazio Rom… RMS …als ihn Peter Gilliéron, Präsident des Schweizerischen Fussballverbands (SFV), per Mitte 2014 zum neuen Nationaltrainer kürte. RMS Eine wichtige Rolle spielte dabei Peter Stadelmann, der Delegierte der Nationalmannschaften, der früher Transferchef des FC St. Gallen war. RMS Aus dieser Zeit kennt Stadelmann den Spielervermittler Vinicio Fioranelli, der einst Vizepräsident bei den Ostschweizern war und als guter Freund von Petkovic gilt. Fioranelli war es, der Petkovic 1987 in die Schweiz geholt hatte und ihn auch 2012 von Sion zu Lazio Rom lotste. Reuters RMS Ein persönlicher Freund ist der Berner Modeunternehmer Richard Gostony von der Beutler Fashion Group, der bei den Young Boys im Beirat sass. RMS In seiner jetzigen Rolle baut Petkovic stark auf seinen Assistenten Antonio Manicone. Die Verträge der beiden wurden gleichzeitig verlängert. RMS Den neuen Kontrakt für Petkovic brachte SFV-Generalsekretär Alex Miescher Anfang März nach Paris, wo der Nati-Trainer an einem Workshop der für die EM-Endrunde qualifizierten Teams weilte. RMS Die Gegner:Eigentlich war nicht Petkovic, sondern der langjährige Nati-Spieler und Ex-Grasshoppers-Trainer Marcel Koller 2014 erste Wahl bei der Bestellung eines neuen Nati-Trainers. Doch der zog es vor, in Österreich zu bleiben, wo er als Coach seither weiter grosse Erfolge feiern und sich ebenfalls mit seinem Team für die Europameisterschaft qualifizieren konnte. RMS Konkurrent um den Job war damals auch Nachwuchstrainer Pierluigi Tami, der als Favorit mehrerer Spieler galt. RMS An der EM bekommt es Petkovic mit Frankreich unter Didier Deschamps (2.v.r.), Albanien unter Gianni De Biasi (r.) und Rumänien unter Anghel Iordanescu (l.) zu tun. Vor allem das Spiel gegen Albanien dürfte emotional werden, sind doch mehrere Schweizer Spieler albanischer Herkunft. RMS Für Verärgerung sorgte Petkovics Wechsel zur Schweizer Nationalmannschaft bei Lazio Rom, wo er ab der Saison 2012/13 unter Vertrag stand. Der Club beschloss seine sofortige Entlassung. Lazios Präsident Claudio Lotitowies gar den Pförtner an, Petkovic nicht mehr auf das Trainingsgelände zu lassen. «Unwürdiger Abgang», titelte die «Neue Zürcher Zeitung». RMS Nicht gut zu sprechen ist der Nati-Trainer auf Ex-YB-CEO Ilja Kaenzig, von dem er nach enttäuschten Titelerwartungen öffentlich scharf angegriffen wurde.Bilder: Keystone RMS