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Faktencheck zum Dichtestress

So hat sich die Zuwanderung auf die Schweizer Infrastruktur ausgewirkt

Autoverkehr, Schulen oder Wohnbau: Ein Bericht des Bundes zeigt, wo die Zuwanderung seit 2009 ihre Spuren hinterlässt. Wir machen den Faktencheck.

Andreas Valda

SCHWEIZ STAEDTISCHE WOHNSIEDLUNG ZUERICH
Blick auf Zürich: Stagnierter Wohnbau und zeitgleich mehr Zuwanderung führten von 2019 bis 2024 schweizweit zu einem grossen Wohnungsmangel. Keystone

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Der Bundesrat hat sich im vergangenen November in einem 116-seitigen Bericht mit den Folgen der Zuwanderung in der Schweiz befasst. Er hatte acht Bereiche der physischen staatlichen Infrastruktur untersucht und einzeln beurteilt. Das Luzerner Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) untersuchte die Folgen und beklagte, dass «die Überfüllungseffekte» noch zu wenig erforscht seien. Die Handelszeitung hat eine eigene Recherche in sieben Bereichen vorgenommen. Bei kantonalen Aufgaben wie Gesundheitswesen, Schulen und Justiz wertete sie die Jahresberichte von 2010 bis 2024 dreier Kantone aus: Basel-Stadt, Bern und Zürich. Hier die wichtigsten Resultate.

1. Bahn: Moderate Auslastung dank starkem Ausbau

Klagen über randvolle Züge gibt es seit den 1990er-Jahren. Die Auslastung der Bahnen wuchs kontinuierlich. Sie wurde durch Subventionen stark gefördert, um Pendler von der Strasse auf den öffentlichen Verkehr zu lenken. Gleichzeitig hat sich die Bevölkerungszahl seit 2001 von 7,2 auf 9,1 Millionen erhöht. Die Sitzplatzbelegung nahm zu: im Fernverkehr von 26 auf 34 Prozent, im Regionalverkehr von 17 auf 23 Prozent bis dato.

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