Leadership

Der Chef ist schuld

Nicht zu wenige Fachkräfte, sondern zu wenig gute Führung: Neue Studie zeigt das wahre Problem der Hotellerie auf.

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Mentoring statt Money: Junge Mitarbeitende in der Hotellerie wünschen sich nicht mehr Lohn, sondern eine gute Führungskultur. Philippe Rossier

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Die Hotellerie kämpft seit Jahren gegen Fachkräftemangel. Ein neuer Bericht der Hotelfachschule in Lausanne (EHL) legt nahe, dass ein Teil des Problems hausgemacht ist: Veraltete, starre Führungsstile treiben vor allem junge Mitarbeitende aus den Betrieben. EHL-Professor Sébastien Fernandez, Co-Autor der Studie, kommt zum Schluss: Moderne Führung beginnt mit Transparenz und Empathie, nicht mit Autorität.
Laut einer Umfrage des Branchenverbands HotellerieSuisse mussten rund 60 Prozent der befragten Hotels ihr Angebot wegen des Fachkräftemangels einstellen mit einem Umsatzverlust von durchschnittlich vier Prozent. Die EHL-Studie zeigt, warum: 77 Prozent der Befragten würden ein Unternehmen verlassen, das ihr Wohlbefinden vernachlässigt. Und 86 Prozent der Gen-Z-Beschäftigten nennen Mentoring, Empathie und sinnorientierte Führung als entscheidend. Wer keine Entwicklung ermöglicht und Hierarchien über Menschen stellt, verliert Talente und findet keine neuen. Die Lösung liegt laut Studie nicht in höheren Löhnen, sondern in einem Wandel der Führungskultur.

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