Abo
Pierre-Yves Maillard

«Ein Rüstungsfonds wäre die bessere Lösung als der brutale Budget-Druck»

Der Gewerkschaftspräsident will, dass der Bund die Rüstungsindustrie wiederbelebt und sie über den vorgeschlagenen Rüstungsfonds finanziert.

Andreas Valda

file85fwdtfqo7t2kaq5oph
Im Interview mit der Handelszeitung spricht Gewerkschaftschef Pierre-Yves Maillard über die Aufrüstung, die 10-Millionen-Schweiz und das Verhältnis zur EU. Philippe Rossier

Werbung

Wir treffen Pierre-Yves Maillard in Renens bei Lausanne, wo er herkommt und heute noch wohnt. Ein Büro hat er nicht. Sein Zuhause zeigt er Journalisten nicht. So treffen wir ihn in einem Bahnhofsrestaurant, wo eine Angestellte ihn um ein Selfie bittet. Der Gewerkschaftsboss ist der Star unter Leuten des unteren Mittelstandes. Er braucht keine Notizen und keine Vorbereitung. Er weiss auswendig, was er zu sagen hat. Das unterscheidet ihn von fast allen anderen Spitzenvertretern der Sozialpartner – vor allem in der Deutschschweiz –, die ihre Anliegen von einem Blatt Papier ablesen, auch zur «10-Millionen-Schweiz»-Volksinitiative. Maillard sagt, er bereite sich beim Autofahren und manchmal nachts auf jedes Argument vor.

Beschäftigt Sie der Iran-Krieg?

Ja. Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie gut die Schweizer Wirtschaft sich anzupassen weiss. Sie musste in letzter Zeit sehr viele Schläge einstecken, und trotzdem geht es für uns ohne Rezession weiter. Was mir Sorgen macht, ist, dass sich Betriebsschliessungen häufen.

Partner-Inhalte

Über die Autoren

Werbung