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Frauen und Finanzen

Trump vs. Trumpets

Statt sich über steigende Preise für Posaunen und Tubas zu wundern, sollten Sie Investments in Industriemetalle erwägen.

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Wegen angeblicher Bedrohung heimischer Metallreserven drohen die USA mit 25 Prozent Strafzöllen auf Blasinstrumente aus Messing.
Wegen angeblicher Bedrohung heimischer Metallreserven drohen die USA mit 25 Prozent Strafzöllen auf Blasinstrumente aus Messing.Ella Mettler für BILANZ

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Ist der Teenager-Sohn eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA? Geht es nach der US-Regierung und der berüchtigten «Section 232», lautet die Antwort: ja. Wegen angeblicher Bedrohung heimischer Metallreserven könnten 25 Prozent Strafzölle auf Blasinstrumente aus Messing anfallen. Schlechte Aussichten für Jazz-Fans von New York bis New Orleans – Blechbläser müssen künftig kräftig blechen. Dabei entlockt der Sohn seiner Trompete so samtweiche Töne, dass er sein Publikum regelmässig zu Tränen rührt.
Doch was wie Realsatire klingt, birgt eine handfeste Vermögensstrategie: Industriemetalle gehören als gezielte Beimischung auch in Ihr Depot. Während beim Anlagegold immerhin schon ein Viertel der Investoren weiblich ist, sind Industriemetalle in Frauendepots noch rarer als blechfreie US-Importquoten. Doch gerade Rohstoffe wie Kupfer, Zink, Aluminium und Nickel sind spannende Treiber der Zukunft: unverzichtbar für die globale Energiewende, die E-Mobilität, den Netzausbau und den Boom von KI-Datenzentren. Weil es für Industriemetalle – anders als bei physischem Gold – keine reinen Ein-Rohstoff-ETFs gibt, greifen Investorinnen am effizientesten zu diversifizierten Rohstoffkörben oder gezielten Exchange Traded Commodities (ETCs).

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Industriemetalle korrelieren kaum mit den Aktien- und Bondmärkten

Eine Dosis von 5 bis 10 Prozent in einem breit aufgestellten Portfolio dient als gute Diversifikation. Sie korreliert kaum mit klassischen Aktienmärkten und ist eine Absicherung gegen Inflation und sogar Handelskonflikte – ganz ohne Tuba im Keller. In den letzten zwölf Monaten ist der Kupferpreis dank KI-Boom und Energiewende um über 40 Prozent gestiegen, der Preis für Lithium hat sich mehr als verdoppelt. Bei den Gebühren gilt: Die Gesamtkostenquote (TER) sollte bei Industriemetall-ETCs unter 0,5 Prozent pro Jahr liegen, bei breiten Rohstoff-ETFs sogar unter 0,35 Prozent.
Der Jüngste schleppt seinen Verstärker ins Wohnzimmer, schultert die E-Gitarre und ruft begeistert: «Mama, hör mal dieses Solo von Metallica!» Im Schrank beben die Gläser, das Trommelfell schmerzt. Daher meine Frage an Washington: Wo bleibt die «Section 232» eigentlich, wenn es um wirkliche Bedrohung geht?

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