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Frauen und Finanzen

Wer bringt Kuchen?

«Ich habe keine Zeit für Finanzen.» Das ist keine faule Ausrede, sondern im Alltag vieler Frauen Realität. Dafür gibt es eine simple Lösung.

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«Frauen in der Schweiz empfinden finanzielle Themen im Alltag deutlich häufiger als mentale Belastung als Männer», schreibt Anne-Barbara Luft. BILANZ

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Flötenkonzert, Schueli-Turnier, Verabschiedung der Klassenlehrerin, Sommerfest mit Tombola, Grillabend im Sportclub, Open Air der Musikschule … Dagegen, was sich vor den Sommerferien in den Terminkalendern von Eltern abspielt, ist die Agenda eines CEO und VR-Präsidenten im Doppelmandat ein Witz. Selbstverständlich reicht es nicht, vor Ort zu sein, zu applaudieren, zu motivieren, Tränen abzuwischen. Gefragt sind: Muffins, Mozzarella-Sticks, Geschenkkörbe, Grusskarten und vieles mehr. Das alles organisieren typischerweise engagierte Working Moms in WhatsApp-Gruppen, von denen es vor den Sommerferien mehr gibt als ETFs auf den Swiss Market Index. Und dann ist da ja noch der Job. Die Aussicht auf etwas «Ice in the Sunshine» oder «Summer Wine» kommt Hand in Hand mit Vorarbeiten, ausgeklügelte
r Planung und seitenlangen To-do-Listen. Es überrascht daher nicht, dass viele Frauen sagen, sie hätten keine Zeit für Finanzen. Das ist keine faule Ausrede, sondern die Realität.
Laut der neuen Studie «Frauenperspektiven 2026» von UBS und GfS Bern fühlt sich ein Drittel der Frauen in der Schweiz häufig oder sehr häufig zu ausgelastet, um sich mit Finanz- oder Vorsorgethemen zu beschäftigen. Dabei wäre es so wichtig. Denn dieselbe Studie zeigt: Frauen, die ihren Umgang mit Geld als gut einschätzen, sind deutlich zufriedener mit ihrem Leben, 78 Prozent gegenüber 53 Prozent bei jenen, die sich unsicher fühlen. Geld per se macht nicht glücklich. Aber der sichere Umgang damit offenbar schon. Fast die Hälfte der Frauen macht sich Sorgen über Krankenkassenprämien, ein Drittel über die Altersvorsorge – das ist ein signifikant grösserer Teil als bei den Männern in der Schweiz. Und: Frauen empfinden finanzielle Themen im Alltag deutlich häufiger als mentale Belastung als Männer.

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Der Ehemann schleppt eine XXL-Kühlbox zum Sportplatz, während der Teenager unter Zuhilfenahme sämtlicher Küchengeräte eine beachtliche Anzahl Cupcakes herstellt. Die Lösung für ein enges Zeitbudget lautet schlicht: Teamwork. So bleibt für alle mehr Zeit für die Finanzen und natürlich den «Summer Wine».

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