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Zu gross für die Schweiz?

Nobelpreisträger schlägt Alarm wegen Mega-Bank UBS

US-Ökonom Douglas Diamond rät mit Blick auf die UBS zu einer schärferen Aufsicht. Auch ein Dividendenverbot hält er für sinnvoll.

Peter Rohner

Ökonom DOUGLAS W. DIAMOND an einer Tagung von Amundi 2023
Nobelpreisträger Douglas Diamond: «Man sollte keine globale Bank haben, wenn man nicht imstande ist, sie in der Not zu retten.» zVg

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Die neue UBS ist für ein kleines Land wie die Schweiz ein grosser Brocken. Mit einer Bilanzsumme in der Höhe des eineinhalbfachen BIP ist die UBS für die Schweiz nicht nur too big to fail, sondern vermutlich auch zu gross, um gerettet werden zu können.
Diese Erkenntnis ist nicht neu, aber nun kommt die Warnung von jemandem, der sich wie kein anderer mit dem Bankwesen auskennt: von Douglas Diamond, jenem US-Ökonom, der im vergangenen Herbst zusammen mit Philip Dybvig und dem ehemaligen Fed-Chef Ben Bernanke den Wirtschaftsnobelpreis bekommen hat. Sein Forschungsschwerpunkt: Banken und Finanzkrisen. Nach ihm ist sogar ein Modell benannt – das Douglas-Dybvig-Modell, das die Ursachen von Bankruns erklärt.
Über die Autoren
Peter Rohner
Peter Rohner
ist Chefökonom der Handelszeitung.

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