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Sony bringt eine tragbare Klimaanlage

Hitzewelle? Kein Problem mit dem neuen Reon Pocket Pro von Sony. Die tragbare Mini-Klimaanlage sorgt für Abkühlung an heissen Sommertagen.

Marc Kowalsky

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Das Gerät kühlt den oberen Rücken und ist kaum spürbar. Perfekt für heisse Tage – auch wenn man dabei aussieht wie Quasimodo. kornel.ch für BILANZ

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Im Homeoffice heisst mein liebster Mitarbeiter Ulisse. Er nimmt mir zwar keine Arbeit ab, macht mir keinen Kaffee, ist auch nicht besonders unterhaltsam. Aber Ulisse sorgt dafür, dass ich es überhaupt im Homeoffice aushalte: Er bringt den Arbeitsraum, der auch bei Normalwetter durch einen leistungsstarken Rechner, drei Monitore und einen Receiver ordentlich aufgeheizt wird, wieder auf angenehme 23 Grad. In der gegenwärtigen Hitzewelle ist er unverzichtbar. Im Spätherbst rolle ich das Klimagerät dann wieder zurück in den Keller.
Für jenseits der Bürotür hat sich Sony nun ein ziemlich ungewöhnliches Gerät ausgedacht. Der Reon Pocket Pro ist eine Art tragbare Klimaanlage. Man schnallt sich das Gerät auf den oberen Rücken, fixiert wird es um den Nacken mithilfe von zwei Kunststoffarmen. Das Gewicht (263 Gramm) ist kaum spürbar, nach einer Weile vergisst man, was man da trägt. Als störend habe ich das Gerät nur empfunden, wenn ich den Kopf in den Nacken legen wollte. Und für Rückenschläfer ist es nachts ungeeignet.
Marc Kowalsky ist ein Early Digital Immigrant: Seit über 35 Jahren fühlt er den neusten IT-Produkten auf den Zahn.
Richtig platziert, kühlt das Gerät einen offensichtlich besonders temperaturempfindlichen Spot am Körper zwischen den Schulterblättern unterhalb des Nackens. Dazu wird ein sogenanntes Peltier-Element mit Strom versorgt, was eine Metallplatte kühlt. Gleichzeitig wird Luft an der Unterseite des Gerätes angesaugt und die warme Abluft durch eine Art Plastikkamin nach oben abgeleitet. Der kommt in zwei Grössen, einmal für T-Shirts, einmal für Hemdkragen. Für Aussenstehende ist der ganze Vorgang geräuschlos, der Träger hört lediglich ein leises Säuseln. Natürlich ist das Gerät gegen Schweiss geschützt. Allerdings sehen Sie als Reon-Träger aus wie Quasimodo: Beim Polo-Shirt verbirgt wenigstens der noch hochgeschlagene Kragen die Tentakel, beim T-Shirt nicht, und das Gerät unter Masshemden zu packen, können Sie ganz vergessen.

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Die Steuerung direkt am Gerät ist nicht ideal, viel einfacher geht es über die App. Mitgeliefert wird ein Schlüsselanhänger. Wozu der gut ist, findet man aber nicht im Handbuch, sondern nur im Web: Er misst die Wärme und die Luftfeuchtigkeit und passt die Leistung des Reon entsprechend an, um die gewünschte Zieltemperatur zu erreichen. Bei mir hat das aber nicht funktioniert: Selbst mit dem Sensor im Eisfach kühlte der Reon munter weiter. Die Akkulaufzeit beträgt je nach Kühlstufe zwischen 5 und 34 Stunden, im Schnitt 10,5 Stunden, das ist nicht schlecht. Aufgeladen wird das Gerät via USB-C. Auch ein externer Akku lässt sich anschliessen, aber dann tragen Sie halt gleich zwei Geräte mit sich herum. Cool: Ein Sensor erkennt, wenn sie den Reon ablegen, und schaltet ihn dann aus. Ach ja, heizen kann das Gerät auch. Aber als Nackenwärmer probiere ich es erst im Winter aus.

Fazit

Wunderdinge darf man zwar nicht erwarten, aber das ungewöhnliche Konzept funktioniert: Der Reon Pocket Pro bringt eine gewisse Abkühlung zu einem akzeptablen Preis.

Sony Reon Pocket Pro

Info: sony.ch
Preis: 169 Franken
Bewertung: ★★★★
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★ Technoschrott ★★ verzichtbar ★★★ nice to have ★★★★ cool ★★★★★ wegweisend

Über die Autoren
Marc Kowalsky
Marc Kowalsky
Stv. Chefredaktor bei BILANZ und ein versierter Kenner der Wirtschaftswelt.

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