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Crashtest

Ein Rasenmähroboter ohne Schnickschnack

Der Mova ViAX 300 ist der Fiat Panda, der Tesla und das Patrouillenfahrzeug unter den Rasenmährobotern.

Marc Kowalsky

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Der ViAX 300 von Mova ist der günstige Allrounder für kleine Gärten. kornel.ch für BILANZ

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Als (hoffentlich) Stammleser dieser Kolumne merken Sie: Smartphones und Tablets bespreche ich hier in letzter Zeit nur noch selten, dafür umso mehr Roboter, seien sie zum Putzen konstruiert oder zum Rasenmähen. Der Grund ist klar: In den ersten beiden Kategorien gibt es kaum noch Innovationen. Die Robotik jedoch schreitet mit grossen Schritten voran und bringt Technologie in die Haushalte, von der man vor Kurzem nur träumen konnte. Und quasi im Wochentakt werden neue Geräte vorgestellt.
Marc Kowalsky ist ein Early Digital Immigrant: Seit über 35 Jahren fühlt er den neusten IT-Produkten auf den Zahn.
Der neue ViAX 300 von Mova ist so etwas wie der Fiat Panda unter den Rasenmährobotern: klein, günstig, eher einfach konstruiert, mit allem Nötigen ausgestattet, aber ohne Schnickschnack. Er ist für Gärten bis 300 Quadratmeter ausgelegt und für Steigungen bis 40 Prozent. Im Betrieb ist er angenehm leise. Gesteuert wird er über die – sehr gute – Mova-App, die man schon von anderen Robotern dieses Herstellers kennt. Die Einrichtung erfolgt nach dem üblichen Muster: Einmal mit der App den Roboter an den Rändern des Gartens herumsteuern, dann wird der Rest automatisch kartografiert. Ähnlich wie die grossen Modelle kennt der ViAX zwei verschiedene Karten. Ein Mobilfunkmodul gibt es aber nicht, es braucht also WLAN-Abdeckung im ganzen Garten. Und die Schnitthöhe lässt sich nur am Gerät einstellen, nicht per App. Der ViAX 300 verzichtet aus Kostengründen – ähnlich wie Tesla bei seinem Autopiloten – auch auf ein Lidar und vertraut stattdessen auf Kameras, in diesem Fall zwei, plus KI-Unterstützung. Das funktioniert einigermassen gut, allerdings war das Gerät bei mir ein paar Mal völlig verloren, und ich musste es per Hand zur Basisstation zurücksteuern oder -tragen. Stichwort: Ein Tragegriff fehlt leider, aber das Gerät ist auch nicht schwer. Auch den Regensensor hat man weggespart, stattdessen zieht der Mova die Wetterdaten aus dem Internet und verzichtet auf einen Einsatz, wenn für seinen Standort Regen angesagt ist – das ist grausam ungenau.

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Noch mal zu den Kameras: Was die so gerade sehen, lässt sich in der App live und in Farbe mitverfolgen – cool. Noch cooler: Sie können den Mova aus der Ferne auf Patrouille schicken, entweder den Rasenrändern entlang oder zu einem bestimmten Punkt. Auch in den Ferien wissen Sie also, was sich in Ihrem Garten tut. Hindernissen auf dem Rasen weicht der Roboter gekonnt aus – leider zu gekonnt: Jede Pusteblume interpretiert er als Widrigkeit statt als Beute. So musste ich nach einer längeren Mähpause dem wuchernden Unkraut erst mal mit dem Trimmer zu Leibe rücken, bevor sich der ViAX um den Rasen kümmern konnte. Der Randschnitt, bei vielen Rasenmährobotern eine Schwachstelle, ist nicht perfekt, aber einigermassen sauber. Dass er sich per App maximal 15 Zentimeter nach aussen verschieben lässt, kann sehr hilfreich sein.
Fazit: Wer einen kleinen Garten hat und nicht viel Geld ausgeben will für einen modernen Rasenmäher, ist mit dem ViAX 300 trotz ein paar Schwächen gut bedient.

Mova ViAX 300

Preis: 549 Franken
Bewertung: ★★★
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★ Technoschrott ★★ verzichtbar ★★★ nice to have ★★★★ cool ★★★★★ wegweisend

Über die Autoren
Marc Kowalsky
Marc Kowalsky
Stv. Chefredaktor bei BILANZ und ein versierter Kenner der Wirtschaftswelt.

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