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«Coffee to go» erhält eine ganze neue Bedeutung

Der OutIn Nano ist eine Espressomaschine für unterwegs. Er passt in den Rucksack, ins Handschuhfach oder gar ins Handgepäck bei einem Flug. In unter 3 Minuten gibts Kaffee – mit Kapseln oder Pulver.

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Mit dem OutIn Nano hat man den Barista im Gepäck.
Mit dem OutIn Nano hat man den Barista im Gepäck.kornel.ch für BILANZ

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Es passiert sehr selten, dass mir eine völlig neue Gerätekategorie unter die Finger kommt. Eigentlich nur, wenn es einen technologischen Durchbruch gibt wie einst bei den VR-Brillen oder den 3D-Druckern. Die Gerätekategorie der tragbaren, akkubetriebenen Espressomaschinen gibt es seit rund drei Jahren, sie blieb bisher unter meinem Radarschirm. Bis ich kürzlich ein solches Gerät in die Hand bekam, das aber leider in der Schweiz nicht zu kaufen ist. Aber es gibt ja Alternativen – wie den OutIn Nano.
Marc Kowalsky ist ein Early Digital Immigrant: Seit 40 Jahren fühlt er den neusten IT-Produkten auf den Zahn.
Das Gerät ist sauber verarbeitet, 670 Gramm schwer und passt mit seiner kompakten Form in jeden Rucksack und auch ins Handschuhfach. Der Nano funktioniert mit Nespresso-Kapseln und mit Pulverkaffee. Mit Kapseln ist das Ergebnis sehr valabel: Die Crema ist ordentlich, der Geschmack stimmt, auch wenn die Röstaromen vielleicht einen Hauch weniger intensiv sind als daheim. Pro Kaffee braucht das Gerät 2 Minuten und 40 Sekunden. Das ist okay, auch wenn es meine – recht einfache – Nespresso-Maschine daheim inklusive Aufheizen in einer Minute schafft. Mit Kaffeepulver (ein Löffel zum Dosieren und Festdrücken wird mitgeliefert) hängt das Ergebnis sehr von der verwendeten Kaffeesorte und dem Mahlgrad ab: Zu fein sollte er nicht sein. Vor allem aber tröpfelt der Kaffee dann nur sehr langsam in den mitgelieferten Plastikbecher, der zugleich als Stand dient. Und das Reinigen des Gerätes ist danach deutlich aufwendiger als bei Verwendung einer Kapsel, wo es praktisch nichts zu machen gibt, ausser ein bisschen trocken zu wischen.

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Der grosse Nachteil des OutIn: Pro Portion lässt er nur 60 Milliliter raus, also wirklich einen Espresso. Wer einen Lungo will, muss mehrere Wasserportionen durchlaufen lassen. Das aber geht auf den Akku, und der ist ein Schwachpunkt: Nach vier Tassen ist Schluss, das Aufheizen des Wassers auf 92 Grad kostet viel Strom. Es empfiehlt sich also, auf Reisen auch noch eine Powerbank mitzunehmen. Füllt man gleich heisses Wasser ein, soll der Akku für über hundert Tassen reichen – das konnte ich beim besten Willen nicht ausprobieren. Aber wo nimmt man unterwegs heisses Wasser her? Und das Wiederaufladen per USB-Kabel dauert Ewigkeiten, mehr als drei Stunden. Während die Espressomaschine am Stromkabel hängt, kann man sie übrigens nicht benutzen.
Es gibt für das Gerät auch eine Transporttasche, die extra gekauft werden muss. Aber auf diese Weise kann man auch gleich ein paar Kapseln und wenn nötig Kaffeerahmportiönchen und Zuckertüten mitnehmen.
Neben dem Koffeinschub bietet der Nano OutIn übrigens auch einen gewissen Unterhaltungswert. Das Gesicht des Flight Attendant, wenn der Passagier auf Sitz 12A sich irgendwo über dem Atlantik einen Espresso rauslässt: unbezahlbar!

Fazit

Die Idee ist grossartig, aber am OutIn Nano könnte man einiges besser machen. Besser als eine Thermoskanne ist er aber in jedem Fall. Gut, gibt es noch andere Hersteller in dieser Gerätekategorie.

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OutIn Nano

Preis: 109 Franken bei digitec.ch
Bewertung: ★★★
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★ Technoschrott ★★ verzichtbar ★★★ nice to have ★★★★ cool ★★★★★ wegweisend

Über die Autoren
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Marc Kowalsky
Stv. Chefredaktor bei BILANZ und ein versierter Kenner der Wirtschaftswelt.

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