Haben Sie noch die eine oder andere Flasche Rosé im Keller? Rosé-Glühwein ist die eleganteste Art, den Sommer nicht zu verabschieden, sondern ihm ein Winterkleidchen umzuhängen. Und er hat einen praktischen Nutzen: Rosé sollte man jetzt trinken, solange Frucht und Säure noch straff sind. Dann taugt er perfekt als Basis für einen hochwertigen Glühwein – nicht als Resteverwertung, sondern als Stilentscheidung.
Die Idee von warmem, gesüsstem Wein ist älter als jeder Weihnachtsmarkt. Schon die Römer tranken gewürzten Honigwein, und im Mittelalter war Hypocras beliebt: Wein, verfeinert mit Gewürzen und erwärmt, oft als Genuss- und Heiltrank zugleich. Glühwein war immer ein Getränk des Übergangs – zwischen Jahreszeiten, zwischen Alltag und Fest.