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Kopenhagen, Bündner Berge, Rotterdam

Das sind die Reise-Highlights des Sommers

Wo sich Liebhaber von Design, Kunst und Architektur in den nächsten Monaten inspirieren lassen.

Uli Rubner

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Das Louisiana Museum nördlich von Kopenhagen bietet Besucherinnen und Besuchern Kunstgenuss. PR

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TIPP 1: KOPENHAGEN

Lange Tage, innovatives Design und Kunstgenuss am Meer

Am Wochenende zwischen dem 10. und dem 12. Juni 2026 finden in Kopenhagen zum dreizehnten Mal die «Days of Design» statt. Rund 400 Aussteller zeigen ihre Kollektionen, Design-Aficionados treffen sich an spannenden Events, verteilt über die ganze Stadt. Aber planen Sie einen Extratag ein, denn das Louisiana Museum rund 40 Minuten nördlich von Kopenhagen ist immer einen Besuch wert. Das Zusammenspiel von Architektur, Natur, Kunst, Landschaft und Wetter schafft in dieser weitläufigen Anlage mit Ausstellungsräumen und Skulpturenpark direkt am Meer ständig neue Stimmungen. Die Sammlung ist Weltklasse, das Programm auch: Bis Mitte Mai werden Köpfe von Jean-Michel Basquiat und bis Ende August Werke von Sophie Calle gezeigt, ab Juni sind Lucian Freud und ab Oktober Tracey Emin zu sehen.
Sie möchten stilvoll übernachten? Ausnahmsweise empfehlen wir ein Hotel einer internationalen Gruppe. Das heutige Radisson-Hotel wurde in den 1950er-Jahren von Arne Jacobsen für die Airline SAS erbaut. Nach diversen frevelhaften Umbauten früherer Jahre ist inzwischen wieder mehr von der Handschrift des ikonischen Architekten zu sehen. Dazu zählen etwa diverse originalgetreu restaurierte Möbel, das wiedereingeführte Besteck und die ledernen Handläufe im Treppenhaus. Highlight ist das Zimmer Nr. 606. www.radissonhotels.com

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TIPP 2: BÜNDNER BERGE

Ein Rundtrip, drei Highlights

Die Region entwickelt sich immer mehr zu einer Top-Destination in der Kunstwelt. Warum nicht mehrere Highlights auf einem Trip verbinden? Starten Sie in Davos und besuchen Sie das Kirchner Museum, errichtet 1992 von Mike Guyer und Annette Gigon. Die Direktorin Katharina Beisiegel schafft es immer wieder, die einzigartige Sammlung des zuletzt in Davos beheimateten Brücke-Künstlers Ernst Ludwig Kirchner in einen neuen Kontext zu setzen, aktuell mit Pablo Picasso (bis 3. Mai). 45 Minuten später können Sie in Susch im grossartigen Museum von Grazyna Kulczyk vorbeischauen und sich von Positionen vornehmlich weiblicher Künstlerinnen inspirieren lassen.
Sie möchten stilvoll übernachten? Nach dem Besuch in Susch sind Sie in knapp einer Stunde in Sils Maria, wo das Galeristenpaar Manuela und Iwan Wirth im Winter 2025 im Rahmen ihrer stetig wachsenden Hospitality-Aktivitäten die Chesa Marchetta mit nur 13 Zimmern und einem heimeligen Restaurant mit lokalen Gerichten eröffnet haben. Der Umbau des historischen Hauses wurde durch das bewährte Atelier von Luis Laplace in Paris begleitet. Wie immer bei den Betrieben der Arthouse-Gruppe ist hochkarätige Kunst Teil des Konzepts – in diesem Fall mit Werken von Louise Bourgeois, Subodh Gupta, Daniel Spoerri oder William Kentridge. www.chesamarchetta.ch

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TIPP 3: ROTTERDAM

Chicer Lifestyle, wo früher Schiffe ablegten

Rotterdam hat in den letzten Jahren gezeigt, wie man brachliegende Stadtquartiere erfolgreich neu gestalten kann. Im ehemaligen Hafenviertel, aus dem Millionen von europäischen Auswanderern Richtung Amerika ablegten, entstanden in den letzten Jahren neue Areale für Wohnen, Shopping, Kultur und Freizeit mit ambitionierten Projekten von Architekturstars wie Rem Koolhaas, Renzo Piano, Norman Foster. Letztes Jahr eröffnete das Museum Fenix, in dem passend zur Geschichte der Stadt Migration im Spiegel der Kunst gezeigt wird. Die historischen Bauten erfuhren eine spektakuläre Neugestaltung durch das Pekinger Studio Mad von Ma Yansong. Allein schon der Blick von der Dachterrasse lohnt den Besuch. Sehenswert ist auch das erst in diesem Jahr eröffnete neue Nederlands Fotomuseum, das mit 6,5 Millionen Werken weltweit zu den grössten Museen seiner Art gehört und regelmässig auch Sonderausstellungen organisiert, diesen Sommer zum Beispiel zur Technik des Blaudrucks, auch Cyanotypie genannt.

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Sie möchten stilvoll übernachten? Die meisten Hotels im Hafenviertel sind gross und unpersönlich. Mehr Charme und Charakter hat das Hotel âme mit seinen nur 14 Zimmern. Das stolze Bauwerk aus dem Jahr 1867 wurde 2020 im Japandi-Stil mit Anleihen aus skandinavischen und japanischen Elementen umgebaut – ein reizvoller Kontrast zu den original erhaltenen historischen Stukkaturen, dem Täfer und den gusseisernen Treppengeländern. www.hotelame.com
De Rotterdam building at Wilhelminapier, Rotterdam, Netherlands
New 'Fenix' Migration Museum Opens In Rotterdam
New 'Fenix' Migration Museum Opens In Rotterdam
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Hafen Rotterdam Universal Images Group via Getty Images
Dieser Artikel ist im HOMES, einem Magazin der BILANZ, erschienen (Frühling 2026).

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