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An der Bar

Lissabon süss und salzig

Der Lisbon Salted Grapefruit, ein Cocktail aus Portwein, Grapefruit und Salz, bringt die perfekte Frische ins Glas.

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Der Cocktail ist inspiriert von Lissabons Geschichte. Peter Jauch für BILANZ

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Ende Mai hat Lissabon die perfekte Balance. Die Sonne wärmt schon, aber am Wasser der vielleicht schönsten Hafenstadt Europas weht immer ein leichter Wind. Man sitzt am späten Nachmittag irgendwo mit Blick auf den Tejo, und das erste Glas soll kühlend, lebendig und nicht zu süss sein.
Lissabon hat eine lange Beziehung zur Grapefruit. Die Portugiesen brachten die Frucht im 17. Jahrhundert aus ihren Kolonien nach Europa – zusammen mit Gewürzen, Zucker und einer Küche, die Süsses und Bitteres nie als Gegensätze verstand. Diese Spannung steckt im Lisbon Salted Grapefruit. Als Basis dient ein weisser, trockener Portwein – nicht süss, aber aromenstark, mit einer typischen mineralischen Tiefe, die man mit dem Douro-Tal verbindet. Dazu kommen frischer Saft der Pink Grapefruit und eine Prise Salz – nicht zu viel, aber genug, um an die salzige Brise am Tejo zu erinnern. Mit Soda aufgegossen entsteht ein Longdrink, der perfekt zur sich anbahnenden Hitze passt. Ein bisschen Bitterkeit vorne am Gaumen, Frische in der Mitte, ein Finish, das trocken bleibt. Funktioniert übrigens auch in Zürich. Oder wo auch immer man gerade auf den Sommer wartet.

Lisbon Salted Grapefruit

5 cl White Port,
2 cl frischer Grapefruitsaft,
0,5 cl Simple Syrup (optional),
1 kleine Prise Salz,
Soda zum Auffüllen.
Im Highballglas auf viel Eis servieren, kurz rühren, mit Soda auffüllen. Grapefruit-Zeste darüber ausdrücken.

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