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Ikea ist mit 162’000 Beschäftigten und einem Umsatz von 39,6 Milliarden Euro weltgrösster Möbelhändler. Doch die Gruppe ist blickdicht verschraubt und für Externe nicht durchschaubar – höchst gewollt. Zudem gehört der Konzern, der einen Wert von Dutzenden Milliarden Franken repräsentiert, nicht Aktionären oder anderen Personen – sondern sich selbst, was in Sachen Steuern bestimmt nicht nachteilig ist. Absurd? Absurd! Am Firmengeflecht wird weiterhin fleissig herumgeschraubt.
Die Söhne von Ingvar Kamprad (1926–2018), Peter (61, Bild), Jonas (59), und Mathias (56), jedenfalls hätten auf die Gelder keinen Zugriff mehr, so wurde BILANZ versichert. Ihnen gehöre einzig die Firmengruppe Ikano, die in den Branchen Datenanalyse, Finanzgeschäfte, Versicherungen, Industrieproduktion und Immobilien tätig ist sowie mehrere Shoppingcenter betreibt. Doch trotz der Trennung wird zwischen den beiden Firmengruppen munter gedealt. So hat im Vorjahr Ikano die Ikano Bank AB an Ingka verkauft, den Betreiber der Ikea-Läden. Selbstverständlich wurde kein Verkaufspreis genannt. Die Kamprad-Brothers sind noch verschwiegener als ihr Vater.
(Stand: November 2025)
Entwicklung des Vermögens
Lange hielten sich die Roche-Erben von der Öffentlichkeit fern. Das hat sich geändert. Maja Hoffmann steht als Präsidentin des Locarno Film Festival im Rampenlicht, Roche-Verwaltungsrat Jörg Duschmalé (41, Bild) tritt in einer Fernsehdokumentation auf, und Roche-Vizepräsident André Hoffmann (67) wirbt als Co-Buchautor für einen verantwortungsvollen Kapitalismus. In «Die neue Natur des Wirtschaftens: Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Wohlstand» fordert Hoffmann Unternehmen auf, ihren Erfolg nicht nur an Profiten zu messen, sondern auch an ihrem Beitrag zu Umwelt und Gesellschaft.
Dabei gewährt der Familiensprecher auch Einblicke in seine Erfahrungen beim Pharmakonzern Roche. Die Nachfahren von Firmengründer Fritz Hoffmann-La Roche kontrollieren 72,5 Prozent der stimmberechtigten Inhaberaktien des Basler Pharmariesen. Im nächsten Jahr soll die komplexe Aktienstruktur des 1896 gegründeten Unternehmens modernisiert und die veralteten Genuss- in Partizipationsscheine umgetauscht werden.
Das abgelaufene Geschäftsjahr war geprägt von Diskussionen über Medikamentenpreise und den neuen US-Zöllen auf Pharmaprodukten. Als Reaktion darauf kündigte Roche Investitionen von 50 Milliarden Dollar in amerikanische Produktionsstätten sowie Einrichtungen in Forschung und Entwicklung an. Die US-Tochter Genentech errichtet derzeit für 700 Millionen Dollar ein neues Werk in North Carolina, das Medikamente gegen Fettleibigkeit herstellen wird. Um in diesem boomenden Therapiefeld aufzuholen, übernahm Roche für 2,4 Milliarden Dollar das auf Stoffwechselerkrankungen spezialisierte Biotechnologie-Unternehmen 89bio. Trotz aller Turbulenzen und anhaltenden Unsicherheiten, vor allem in den Vereinigten Staaten, konnten die Roche-Aktien im Jahresvergleich zulegen.
(Stand: November 2025)
Entwicklung des Vermögens
Wie die meisten Luxusanbieter leidet auch Chanel unter der Krise in der Branche. 2024 verzeichnete der französische Konzern einen Umsatzrückgang um 5,3 Prozent auf 18,7 Milliarden Dollar, der Gewinn schmolz gar um 28,2 Prozent auf 3,4 Milliarden. Liessen sich die Chanel-Besitzer Alain (77) und Gérard Wertheimer (74) 2023 noch eine Dividende von 5,7 Milliarden auszahlen, verzichteten sie diesmal auf eine Ausschüttung. Dafür setzen sie auf die Stärkung des Luxuskonzerns und investieren dazu 1,8 Milliarden Dollar. So erweitert das berühmte Modehaus an der Rue Cambon in Paris das Netz an Boutiquen, beispielsweise an der Fifth Avenue in New York, daneben auch in Nanjing, Chengdu und Tokio. Inzwischen zählt die Marke mit dem verschlungenen Doppel-C weltweit gegen 700 Geschäfte.
Die Gebrüder Wertheimer – Gérard lebt seit Jahren in Genf, Alain in New York – veröffentlichen während des Jahres keine Zahlen. Doch angesichts des Abschwungs in der Luxusbranche darf darauf geschlossen werden, dass das Geschäft auch bei Chanel harzig läuft. Zwar erholt sich der wichtige chinesische Markt, doch die Verunsicherung wegen der US-Zölle drückt auf die Nachfrage.
Die Wertheimers haben ihr Anlageportfolio, das von ihrem Halbbruder Charles Heilbronn über ihr Family Office Mousse Partners verwaltet wird, mit Immobilien und nichtbörsennotierten Unternehmen diversifiziert. So erwarben sie eine Beteiligung von 14 Prozent an The Row; das amerikanische Modelabel wurde von Mary-Kate und Ashley Olsen aufgebaut, die als Olsen Twins berühmt wurden.
Auch Gérard Wertheimers Sohn David (39) tritt als Investor auf. Über seine Private-Equity-Firma 1686 Partners hat er mehrere Luxusunternehmen erworben, so aus den Branchen Uhren, Brillen, Skibekleidung sowie Gastronomie.
(Stand: November 2025)
Entwicklung des Vermögens
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